Vor Sardinien noch einen HM-WK

Kurzbericht HM Ruetzlauf

So, das war wieder ein schöner Tag, mit einem tollen Event. ;-) Der Ruetz HM mit Markus gemeinsam war von Anfang an ein WK der aus dem Training heraus gelaufen wurde und als solches auch gesehen wird. Als Trainings-WK, mehr nicht und das stimmt mich auf meinem Fahrplan für Herbst sehr zuversichtlich, denn da stehen die 1:23:xy auf dem Speiseplan! ;-)

Klar war schon vor dem Start, dass die Verhältnisse nur ein ambitioniertes Training unter WK-Bedingungen zulässt. Neue Streckenführung – 2/3 Schotter, 1/3 Asphalt, 4x eine Eisenbahnunterführung über zig Stufen runter (gefährlich), auf der anderen Seite wieder rauf und zudem einem immer stärker werdenden Wind. Eine Regenfront war im Anmarsch und hatte diesen ungeliebten Gesellen als Vorboten geschickt.

Macht aber nichts, wir beide hatten keine PB Gedanken nur einen tollen Lauf über die gesamte Distanz soll es werden. Letztes Jahr ist dem Markus ja der Saft ausgegangen. Und genau das wurde es auch, eine tolle Veranstaltung mit super Laufkumpels und dem Kennenlernen eines neuen Kollegen, der ebenfalls in Wien gelaufen ist und zufällig der Bruder einer Arbeitskollegin meiner Frau ist, den ich dadurch kontaktieren konnte. Seine Zeit ist zwar eine andere Dimension (VCM 2:48:59), aber das soll ja nicht unbedingt ein KO Kriterium sein. ;-) . Eventuell gelingt es, dass wir gemeinsame Lauftrainings absolvieren können, die etwas zusätzliche Abwechslung bringen werden. :-) Auch durch Erfahrungsaustausch und Motivation können wir beide davon profitieren.

Schlussendlich war es dann eine für mich gute Zeit (1:28:40), die ich als Trainingsergebnis nirgends verstecken brauche. Auch der Markus lieferte eine lupenreine Vorstellung und war sogar enttäuscht, dass er nicht mehr forciert hatte, denn heute fühlte er sich sau gut! :-) Seine 1:31 war, obwohl nicht ganz voll gelaufen, eine super Zeit.

Das nächste Jahr wieder! :-)

Wien immer eine Reise wert!

Entschädigung für die vielen Schweissperlen

Dieser Marathon ist wieder ein ganz besonderer gewesen.
Nicht nur, dass ich zu Beginn des Jahres mit einigen gesundheitlichen  Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, sondern das Erlebnis mit meinen Lauffreunden aus der Greif-Gemeinde, das Treffen von laufbegeisterten Greifianern, Wien selbst, das jedesmal wieder seinen Zauber ausübt und natürlich der Marathon selbst. Sicher ein Marathon, der in Europa zu einen der schönsten zählt, der eine atmosphäre der Superlative ausstrahlt, der Seltenheiswert besitzt.

Begonnen hat es für mich am Freitag mit der Anreise. Ein recht hektischer Tag, da wir erst um 11°° von Innsbruck weggekommen sind und wir für diesen Tag doch noch einiges in Wien zu erledigen bzw geplant hatten. Nach dem Eintreffen in Wien ging es direkt zur Startnummernausgabe.Startnummernausgabe Dort herrschte schon ein hektisches Treiben, aber zum Glück konnten wir dieses Kapitel, zu meinem Leidwesen :-( , recht flott hinter uns bringen. Musste so sein, denn es musste noch das Hotel erobert, die vorreservierten Karten für das Kabarett am Abend abgeholt werden und etwas zum Essen waren auch noch unter zu bringen. Daher ein dichtes Programm, aber Organisation ist das halbe Leben! :-)

Der Samstag dann als Höhepunkt das Abendessen mit meinen Laufkumpels aus Deutschland, den Jörg, Lars, Lutz und Martin mit Ihren Frauen und Kindern, sowie wir aus Innsbruck, Markus mit Familie, Schwager Paul mit meinem Schwesterchen Veronika und meine Frau Eveline. Heuer mal nicht traditionell das Pizzaessen, sondern der beste Chinese weit und breit. Ein Erlebnis das in Erinnerung bleibt! :-)

Sonntag, der Tag des Marathon

Wetter verhieß nicht berauschende Temperaturen, etwas Wind und wenig bis keinen Regen (Schauer). Und so war es dann fast. Fast nur deshalb, weil da und dort der Wind doch etwas mehr bließ wie einem vielleicht lieb war. Zum Glück nur böig und nicht permanent konstant. Bei den Temperaturen hat es mir ganz gut gepasst, jedoch ein, zwei Grad wärmer wäre mir auch egal gewesen! ;-)

Morgens um 0630 beim Frühstück, alle Jungs vollzählig und gut ausgeschlafen am Tisch und alle guter Dinge. Wenngleich doch ein wenig Anspannung zu bemerken war. Nur das ist auch ganz klar und nur logisch, wer sich auf das Abenteuer Marathon aufmacht, der weiss auch, dass das immer eine Herausforderung der besonderen Art ist und deren Ausgang nicht schon an der Startlinie feststeht.

Zudem möchte ich einen Kommetar aus einer großen Tageszeitung zum Wienmarathon festhalten, der die Bedeutung der Zeiten und Leistungen jedes Teilnehmers, insbesondere der Greifianer, doch ein wenig mehr strahlen lässt! :-)

Gestern kam der Sieger Henry Sugut in 2:06:58 ins Ziel. Eine ungewöhnlich schnelle Zeit für die langsame Strecke in Wien, wo Wind und anhaltende Steigungsunterschiede eine Herausforderung darstellen.

Das Rennen

Gemeinsam, ausser Jörg, ging es zur Kleiderabgabe und dann in Richtung Startblock. Der Fokus war nun ganz auf Rennmodus gestellt, für mich klar, ich werde die sub 3:00 angehen, der Fahrplan war ganz danach ausgerichtet. Diszipliniertes Laufen war angesagt und ganz egal was der Körper anfangs signalisiert, es wird eingehalten. Zumindest so gut es geht. Eine mentale Herausforderung war es schon am Start, noch bevor ich einen Renn-KM gelaufen war. Zuviel Fragen hatten sich in den letzten Wochen angesammelt. Doch meine Entscheidung stand und dieser war ich bereit mich zu stellen.

Los ging es um Punkt 0900, nachdem zuvor das Race zwischen Paula und Haile gestartet und kurz danach die Elite losgelassen wurde. Der Beginn war recht unspektakulär, ich hatte im schnellsten Block eine gute Standposition und konnte recht frei loslaufen, ohne große Behinderungen. Das von mir gewählte Tempo für die ersten 15 km somit gleich erreichen.

Der Plan war in drei Abschnitte aufgeteilt.

  1. 0-15 km in 4:17 min/km
  2. 16-25 in 4:10 min/km
  3. 26-42,2 in 4:14 min/km
Ich kam sofort super in Tritt, hatte gleich ein sehr gutes Gefühl, lief locker und fühlte mich ausgezeichnet. Die Stimmung ist einfach gradios, einmalig, unglaublich. Man wird da auf eine Teppich von Emotionen dahingetragen, auf diesen man nur so dahin schwebt. Als nach …? KM plötzlich Jörg neben mir auftauchte war die Läuferwelt noch schöner. Jörg und ich waren uns gleich einig, wir gehen das Ganze gemeinsam an und versuchen uns gegenseitig zu pushen.

Dahin ging es wie nichts, beide spulten wir KM für KM ab, allerdings laut meiner Uhr etwas zu schnell, es waren für den ersten Abschnitt eine 4:14/4:15. Nur da zu bremsen, das macht keiner und somit blieben wir drauf und behielten das Tempo bei. Beim Wechsel in die Phase zwei hatte ich das erste mal bemerkt, dass mein Garmin und die offiziellen Km-Angaben nicht ganz zusammen stimmten. Meine Uhr signalisierte mir schon ca. 40/50 m vor der 15 km Marke den Wechsel auf eine 4:10. Nur das nahm ich zwar zur Kenntnis, eine gewisse Abweichung kann, wird es immer geben, nur solange sie sich in Grenzen hält kein Problem und zudem waren wir mit einer 4:14 diesen Abschnitt gelaufen, was mich wieder beruhigte. Beruhigt war ich auch, dass alle meine System perfekt funktionierten, das Körpergefühl 1A war und ich auch das von Jörg so wahr nahm.

Nun galt es die Raketenstufe zwei zu zünden. Eine 4:10 auf die nächsten 10 km waren zu bringen. Sollte, und das war eventuell der Hahnenfuss dabei, auf dem schnellsten Streckenabschnitt kein all zu großes Problem darstellen. Die Steigerung von 4:14 auf 4:10 ging recht unspektakulär von sich, das ist eigentlich ein kaum merkbares mehr an Aufwand, zudem auch noch etwas begünstigt durch die gelegentliche Tiefenmeter. Schnell aber war klar ersichtlich, upps, nicht 4:10 sondern 4:05/4:06 stand auf der Uhr. Kurze Mitteilung an Jörg, he 4:05/4:06, die er mit “verrückt” abgetan hat, aber auch keine Anstalten machte etwas auf die Bremse zu treten.

Ja es lief einfach “zu” gut. ;-)

In meiner Gedankenwelt spielten sich schon einige Varianten ab. Ich fühlte mich stark, ich spürte viel Energie, aber ich hatte auch etwas Angst, dass das was derzeit abging doch etwas zu ambitioniert war. Nur sagte ich mir, du bist jetzt in dem Bereich wo du dich nur mehr auf einen schmalen Pfad bewegst und es immer eine Gratwanderung darstellt. Jetzt ist es an der Zeit diese Extreme anzugehen und anzunehmen, egal wie es dann auch enden wird. Die Elite erlebt dies fast tagtäglich, ohne dies wäre keine weitere Steigerung mehr möglich.

Somit war bremsen kein Thema, wir marschierten dahin, viele, viele Läufer wurden förmlich überrannt. Es war schon beeindruckend und das Publikum, die Musik die einem so richtig nach vorne peitschte, ließen Gänsehaut entstehen. :-)

An unserer zeitlichen Performance hatte sich nichts geändert, wir radierten mit einer 4:06 min/km dahin und die Zeichen waren unverändert. Jetzt kurz vor dem Wechsel auf Stufe drei hatte ich wieder ein etwas ungutes Gefühl, die Differenz zwischen offizieller KM-Markierung und meiner Aufzeichnung stimmte weiterhin nicht, hatte sich sogar etwas vergrößert. Aber laut meiner Einschätzung waren es etwa 70/80 m, also aufgrund des schnellen Tempos sollte das keine all zu  großen Auswirkungen haben. Zeitlich hatten wir ja eine Polster und den hatten wir noch nicht ausgereizt. Der Abschnitt stand bei mir mit einer 4:06 zu buche, somit voll im Plan und top auf  Kurs.

Jetzt beginnt der Marathon hatte ich noch zu Jörg gesagt und wie recht ich behalten sollte. Jetzt ging es in Richtung Hauptallee mit Wendepunkt Lusthaus hinaus, dh lange Geraden, lässtige Böen.

Auf meiner Uhr waren wunderbare 4:12/4:13 abzulesen und das gab Kraft bei immer mehr schwindender Substanz. Nanonanet, alles Andere wäre ein Schwachsinn und unrealistisch, wenn man sich solche Ziele setzt und am letzte Zacken, am Limit laufen muss. Trotzdem hatte ich ein gutes Gefühl, gut der eine oder andere Muskel machte sich schon leicht bemerkbar, aber nicht wirklich dramatisch.

Jörg hatte zu diesem Zeitpunkt etwas an Tempo zugelegt, dem ich nicht ganz folgen wollte bzw das Gefühl hatte, das ist mir zuviel. Er riss ein kleines Loch von 30/40 m auf, hängte sich an einen Belgier (wie sich im Ziel herausstellte) an. Ich lief mein Tempo, immer fokusiert im Rahmen der Vorgabe zu bleiben. Nur eines war dort draußen sonnenklar, jetzt wird es richtig harte Läuferarbeit, jetzt muss ich alles geben. Jörg war immer in Sichtweite und das war für mich auch ein Kriterium, dass der Kurs passt. Ab der Wende beim Lusthaus wurde es dann aber ganz schwierig. Der Wind wurde böiger, zumindest hatte ich so den Eindruck, die Muskeln hart-härter-steinhart und schmerzten um die Wette, zudem die Strecke zunehmend schwieriger. Jetzt kamen die Passagen, die im angeschlagenem Zustand besonders schmerzen. Viele anhaltende Steigungen gehen, wenn man das Tempo halten will, voll auf die Substanz. Das tat Weh, da konnten auch die anschließenden kurzen Abwärtspassagen nicht viel daran ändern. Das war absolutes Limit.

Und wie sollte es auch anders sein, der iSH musste auch noch seinen Senf abgeben. Nur den hatte ich zum Glück recht gut im Griff, vielleicht aus deshalb, weil ich absolut auf der letzten Rille unterwegs war. Da blieb nicht mehr viel Sauerstoff für das Gehirn über. Zudem hatte ich das auf die Uhr schauen aufgegeben, ich wollte nur noch Kämpfen und nicht womöglich Zündstoff für diesen unangenehmen Knaben liefern.

Bei KM 38 merkte ich, dass Jörg, der noch immer in Sichtweite war, näher kam. Oha dachte ich, da gab es eine Krise. Das war noch mal ein Kick, der mich etwas forcieren ließ. Und siehe da, er kam langsam aber stetig näher. Bei KM 40 waren es vielleicht noch 10/15 m und ich dachte mir, vielleicht kannst du noch aufschließen und mit ihm durchs Ziel. Am roten Teppich dann meine allerletzten Reserven mobilisiert um auf der Ziellinie neben Jörg eine Bauchlandung zu machen. :-(  Ich blieb durch die Ermüdung mit meinem rechten Bein am Teppich hängen und hätte beinahe Jörg noch mitgenommen. Ergebnis dieser Einlage sind Abschürfungen am Knie links, eine riesen Abschürfung auf der rechten Schulter durch das Abrollen und was besonders schmerzt ist, dass ich mir den rechten Ringfinger so geprellt, gestaucht oder womöglich gar gebrochen habe. Genaueres wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen. Somit kann ich von mir nicht behaupten, ich hätte nicht alles gegeben!

Im Ziel dann die Ernüchterung, es hat gerade nicht gereicht. :-( Allerdings und das macht mich sehr stolz und glücklich, es wurde eine neue PB und das mit der Vorgeschichte und auf einer schwierigen Strecke auch noch.

Ich freue mich auch deshalb so, weil ich das erste mal in meiner Laufkarriere absolut alles gegeben habe, große Schwerzen während des WK und auch jetzt (ich kann kaum gehen, ansonsten geht es mir sehr gut) ertragen musste, jegliche Reserven mobilisiert habe. Das war definitiv das schwerste Rennen das ich gelaufen bin und dass Ergebnis versöhnt mich mit dem Jahresbeginn, macht mich zufrieden, sehr zufrieden.

Das Ergebnis im Detail

Startnummer: 4086
Bruttozeit: 3:01:17
Nettozeit: 3:01:00 (PB)
Gesamtrang:285
5 . Rang in der Klasse M-55 (International)
2. Rang in der Klasse M-55 (National) 

Aber ich denke, auch Jörg, bei Markus weiss ich es, auch bei diesen Jungs hat dieser WK seine Spuren hinterlassen, auch die haben alles gegeben was sie geben konnten.  

Ganz besonders gratulieren möchte ich meinem Lauffreund Markus, der ein grandioses Rennen gelaufen ist, der wie er mir versicherte, alles gegeben hat und dafür auch seinen Lohn bekommen hat. Seine alte PB um gut 6 Minuten pulverisiert und diese auf 3:11:37 gedrückt! :-) Und das erst bei seinem 3. Marathon!

Markus du bist echt ein Hund, ich gratuliere dir von ganzen Herzen. Super, Spitze, gewaltig!

Auch Jörg, der mir zwar etwas enttäuscht vorgekommen ist, aber auch Jörg lief für meine Begriffe ein irres Rennen und konnte seine PB ebenfalls um gut 6 Minuten verbessern, auf spitzenmäßige 3:00:52. Auch für dich gilt das was ich zuvor bei Markus geschrieben habe, erste Klasse.

Martin mit neuer PB von 3:15:14 gewaltig gelaufen, Lars wiedererstarkt, nach 5 jähriger Durststrecke und zuletzt Lutz, der gebeutelt durch viele Verletzungen jetzt wieder unter uns weilt. Er begleitete Martin und Lars bei ihrem Run und zeigte dadurch, dass er, so wie es aussieht, wieder der Alte ist! Gratuliere!

Abschließend möchte ich nochmals sagen, es war mir eine Ehre und Freude, mit euch diesen WK zulaufen. Danke! :-)

Vorbei ist es mit der Hetzerei ;-)

Jetzt ist Tappering angesagt

Die Vorbereitung ist so gut wie abgeschlossen, das Feintuning läuft auf Hochtouren. Jetzt gilt es die richtige Abstimmung und die richtige Balance zu finden und auf gutes Wetter in Wien hoffen.

Mit meinen Zielen bin ich mir auch schon im klaren,

  1. sub 3:00
  2. Verbesserung meiner Wienzeit von 3:05:43 (meine PB von Frankfurt lasse ich als Ziel aus)
  3. sub 3:10

Und wenn alle Stricke reissen, der iSH den Kampf gewinnt, ich es Müde bin gegen die Zeit, oder sonstwelchen Unbilden die es auf so einer Strecke von 42,2 km gibt, anzukämpfen, dann greift meine letzte, die 4. Variante.

Da gilt es das Gesicht zu wahren und durchzulaufen, egal welche Zeit dabei dann herauskommt! ;-)

Ob es zu 1. kommt wird, wie schon angekündigt, erst am 15.04. entschieden. Der Rest versteht sich von alleine. ;-)

Die Pflicht ist (fast) abgeschlossen, …

… die Kür folgt demnächst! ;-)

14 Tage und Wien ist der Schauplatz dem es gilt, entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen.

Der VCM 2012 steht unmittelbar vor der Türe, die etwas sehr durchwachsene Vorbereitung mehr oder weniger abgeschlossen. Jetzt kann man nichts mehr wirklich stark beeinflussen, jetzt gilt es an das Feintuning heran zu gehen und die richtige Abstimmung und Einstimmung auf das Frühjahrsereignis zu sichern. Mit der letzten harten Trainingseinheit am Wochenende, dem 35er mit 15 km Endbeschleunigung (EB), ist die Basis für Wien gelegt und alles Weitere wird sich dann am 15.04.2012 zeigen.

Es wird auf alle Fälle ein Ereignis mit bleibenden Eindruck, ein Erlebnis der besonderen Art, sind doch einige meiner Laufkollegen vom PG mit am Start und wollen sich dieses Event geben. Allesamt sehr gute Läufer, allesamt mit viel Hoffnungen, Erwartungen im Rucksack, die man sich zu erfüllen hofft. Eine Abordnung von sehr ausgeglichenen Läufern, die sich über die 42,195 km mit sich und dem iSH (inneren SchweineHund) messen werden. Allesamt fähig über sich hinauszuwachsen und ihren Zielen einen neuen Stempel aufzudrücken.

Lutz, Lars, Jörg, Martin und mein junger Freund und Laufpartner Markus, ich freue mich mit euch in Wien am Start zu stehen und mit euch diese Herausforderung anzugehen. Aber egal wie es für mich oder jeden von uns ergehen mag, es macht mich Stolz, Teil  einer so erlauchten Läuferschar sein zu dürfen.

Wochenbilanz

Messung: 6 Aktivitäten
Distanz: 105,54 km
Durchschn. Distanz: 17,59 km
Zeit: 8:35:50 h:m:s
Durchschn. Zeit: 1:25:58 h:m:s
Max. Zeit: 2:50:24 h:m:s
Ø HF: 133 bpm
Max. HF: 162 bpm
Ø Geschw: 12,3 km/h

3 Wochen bis zum VCM

Wien ruft

Es wird immer enger, die Zeit ist unbarmherzig, der Adrenalinspiegel steigt, der Wienmarathon ist schon zum Greifen nahe. :-)

Vergangenes Wochenende erstmals ein wenig wiener Luft geschnuppert und ich kann nur sagen, das wird wieder ein Highlight. Wien ist einfach schön, nur wenn das Wetter am 15.04.12  auch so schön ist wie am vergangenen Wochenende, dann ist es für die Zuseher zwar ein Traum, für die Läufer allerdings ein Alptraum. Vor allem für jene, die sich nicht nur das Dabeisein auf die Stirn geschrieben haben.

Zu meinem Trainingsalltag sag ich mal, es passt. Es passt dahingehend, dass ich es so nehme wie es eben ist, nicht schlecht, aber auch nicht optimal bzw. sehr gut. Ich habe mich damit abgefunden, dass die Brötchen eben kleiner ausfallen werden und dass ich mich sehr sehr quälen werde müssen, um diese Brötchen auch dann geniesen zu können. ;-)

Jetzt starte ich in die letzten drei Wochen der direkten Vorbereitung auf Wien und dann heisst es Farbe bekennen. Die letzte Woche verlief gar nicht so schlecht, ganz im Gegenteil, das war wieder eine die Hoffnung erweckt.

Die Bilanz der vergangenen Woche

Messung: 6 Aktivitäten
Distanz: 106,00 km
Durchschn. Distanz: 17,66 km
Zeit: 8:57:21 h:m:s
Durchschn. Zeit: 1:16:46 h:m:s
Max. Zeit: 2:49:08 h:m:s
Ø HF: 127 bpm
Max. HF: 157 bpm
Ø Geschw: 11,8 km/h

Ein Satz mit “x”

Der HM in Freising war nix! :-(

Irgendwann muss man es einsehen und auch akzeptieren, das heurige Frühjahr ist nicht das Meine.

Auch gestern hatte sich mein nicht sehr gut verlaufendes Jahr leider fortgesetzt. Der HM in Freising (Bayern) bei sehr schönen Wetter, aber etwas zu hohen Temperaturen (19°/20°) und einer Strecke die nur ein paar Metern auf Asphalt war, der Rest Kies und teils tiefer Wiesengrund, endete mit einem Ausstieg von mir! :-(

Ja, das war das Zweite mal seit ich die Laufschuhe schnüre, aber es schmerzt trotzdem gleich. Ausgestiegen aufgrund von körperlichen Schwierigkeiten, starkes Seitenstechen und dazukommende Atembeschwerden, machten mir das Läuferleben sau schwer. Zudem war es ein Rundkurs der 4x durchlaufen werden musste, also eh schon eine zusätzliche Erschwernis, denn der iSH hat da sehr viel Macht. Und so war es dann auch, die Schwierigkeiten und der iSH reichten letztendlich, um mein Ende nach der ersten Runde zu besiegeln.

Klar, im Nachhinein betrachtet hätte ich doch auf meine innere Stimme hören sollen und zumindest versuchen, den einen oder anderen Kilometer dazu zu nehmen, immer in der Hoffnung, dass sich die Beschwerden legen und ich doch noch meinen Rhytmus finde. Aber es war letztendlich eine Spontanentscheidung, die nicht korrigierbar ist. Doch denke ich auch, dass es durchaus auch positives hat, denn nun weiss ich definitiv, dass ich Lichtjahre von meiner letztjährigen Form entfernt bin und das Maximum, das ich für mich immer anstrebe, eben kleinere Brötchen sind.

Mein Lauffreund Markus hatte mit dem Kurs mächtig zu kämpfen, aber er kämpfte richtig gut und erzielte eine sehr gute Zeit. Super Markus!

Hart wird es!

Erste Woche überlebt ;-)

So, nun habe ich die erste Woche meiner verkorksten Vorbereitung schon mal gut überstanden. Wie ich schon geahnt, gewusst hatte, es wird hart, sehr hart. Nachdem ich von mir immer das Maximum verlange war dies auch nicht anders zu erwarten. Zudem möchte ich nicht nur beim VCM durchjoggen, sondern eben das “Maximale” erreichen.

Seit langem bin ich wieder an die 100 km/Woche herangekommen und ich muss gestehen, es war, betrachtet man mal alles von der zuversichtlichen Seite, besser als erhofft. Nun ja, da darf ich halt nicht gleich in Euphorie verfallen und glauben, dass ein Frühlingslüftchen schon der halbe Sommer ist. Genau das werde ich versuchen zu vermeiden, um eventuelle Einbrüche besser, realistischer beurteilen zu können.

Dazu gibt es am kommenden Wochenende schon mal einen ersten kleinen Test. Markus und ich begeben uns aufgrund mangelnder Möglichkeiten nach Bayern, nach Freising. Dort gibt es eine HM der uns einen ersten Anhaltspunkt geben soll. Keine Ahnung wie da die Strecke aussieht, wie das Profil ist, oder sonstwas. Hier geht es nur darum, dass ich und Markus schon mal am Start eines Wettkampfes stehen und uns auf Wien einstimmen können.

Bilanz der letzten Woche

Wochenbilanz
Messung: 6 Aktivitäten
Distanz: 100,74 km
Durchschn. Distanz: 16,79 km
Zeit: 8:19:34 h:m:s
Durchschn. Zeit: 1:23:16 h:m:s
Max. Zeit: 2:56:19 h:m:s
Ø HF: 131 bpm
Max. HF: 153 bpm
Ø Geschw: 12,1 km/h

6 Wochen bis Wien

Eine sehr harte Zeit ist angebrochen

Montag der 07.03.12 war der Startschuss zu einer Vorbereitung a’ la Läuferselbstmord. Nicht im Sinne von Suizid, nein, vielmehr im Bezug auf das Programm das ich mir jetzt noch antun werde. Wer weiss wie meine Vorgabe für Wien lautete, der weiss auch, dass das für einen alten Sack wie ich einer bin schon eine Sache ist, die nur Kopfschütteln verursacht.

Aber egal, ich will jetzt schauen was aus der restlichen Zeit noch herausholbar ist und baue auf meinen Kämpferwillen und auf das, was mir der PG in vielen Trainingseinheiten beigebracht hat. Ob dies mein Körper dann auch wegsteckt wird sich in den nächsten Tagen, Wochen zeigen.

Der erste Schritt ist getan, weitere Taten werden folgen. ;-)

Heuer macht es mir Wien sehr schwer

Die lausigste Vorbereitung seit ich bei PG bin!

Es will in diesem Laufjahr einfach nicht klappen. Eine Vorbereitung a la’ 2011 ist einfach nicht drin. Kaum hatte ich wieder Oberluft und das Gefühl jetzt bist wieder in Schwung, auf Kurs, schon gab es den nächsten Dämpfer. Alles Kleinigkeiten, sieht man mal vom Jahreswechsel ab.

Auch jetzt wieder, voll in Fahrt, den 35er pipifein abgespult, bin ich auf einer zugefrorenen Pfütze ausgerutscht und auf dem Knie gelandet. Die Folge war erstmal garnichts nur Ärger, aber in der Folge entwickelte sich ein Schmerz der mir zu denken gab. Die Partellasehne oder der Meniskus wären für die Symptome in Frage gekommen, also alles Dinge die einer braucht. Zum Glück konnte ich auf Umwegen schnell einen Spezialisten auftreiben und es entpuppte sich als Prellung mit leichter Reizung der Kniescheibe. Alles andere war bestens.

Super! :-)

So motiviert hatte ich gleich im Anschluss einen verhaltenen 10er eingestreut, man will ja nichts übertreiben, der ebenfalls hervorragend verlief. Aber dem war leider nicht genug, meine Frau liegt ja schon seit Sonntag mit Grippe im Bett und weil es der Laufgott mit mir nicht besonders gut meint hat er sie mir auch geschickt.

38,7°, Erbrechen, Schnupfen, einfach erschlagen. Heute erstmals habe ich nur 37,5° Fieber, Schnupfen ist immer noch da und alles was ich mache, auch diese paar Zeilen hier zu schreiben,  strengt mich mehr an als ein Marathonlauf! Muss ich mehr sagen?

So wie ich das sehe geht vor Ende nächster Woche gar nichts, eher wird es übernächste Woche. Somit viel Spaß in Wien! :-(

Der Countdown läuft

Jetzt beginnt’s, die Vorbereitung auf den VCM 2012

Nach einer Woche Schneeverbrennen in Serfaus bei phantastischen Bedingungen, einzig die sibirische Kälte war etwas störend, hatte ich nun doch etwas schwere Beine. Der erste lockere Lauf nach Serfaus am vergangenen Freitag war schon etwas schwierig und der heute nicht unbedingt einfacher.

Ab morgen beginnt für mich die Zeit in der ich mir klar werden muss, was ich in Wien will. Eine neue BP, ein schnelles Rennen (sub 3:10) als Begleiter meines Freundes Markus, oder nur einen lockeren Lauf, der meiner momentanen Verfassung am ehesten bekommen würde?

Auf alle Fälle beginne ich morgen Montag das Thema VCM 2012 in  Angriff zu nehmen. Bin skeptisch, verhalten optimistisch, noch wenig motiviert, aber ich hoffe das kommt noch.

PS:
Der gestrige Skitag mit den Laufkollegen

Dieter und Wolfgang

Dieter und Wolfgang

Serfaus

Serfaus 2012

Wolfgang und Dieter in Serfaus war ein ganz tolles Ereignis. Wir hatten viel Spaß und tolle Fahrten, da blieb kein Auge trocken, so phantastisch war dieser Tag!

Dank euch Jungs, das schreit nach Wiederholung. Und diesmal eventuell mit Frauen! :-)