Der Frühlingslauf in Innsbruck

Zum 10. mal finden nun schon der obligatorische Frühlingslauf in Innsbruck statt. Das zweite Mal für mich, aber doch so eine Art premiere, denn diese Woche fungierte ich wieder mal als Tempoläufer. Dieses mal war es für meinen Laufbegleiter Markus, der sich auf den heurigen Berlinmarathon vorbereitet. Sein erster Marathon überhaupt und wie es aussieht, kann das ein ganz tolles Event werden.

Für Markus ist das sowieso alles Premiere, denn das Laufen bei Wettkämpfen war bis jetzt nicht auf seinem Sportplan. Somit war dieser Frühlingslauf über die HM Distanz ebenfalls eine neue Erfahrung.

Laut seiner Trainerin, die ihn mit Recht einiges zutraut, sind eine Zeit von 1:42:xx nicht ausgeschlossen. Nur das ist eine Dimension, die sich Markus nicht zugetraut hatte. Wie man sich täuschen kann! 🙂

Für mich hieß das, dass ich mich auf das Tempo von ihm einstellen musste. Gehe ich etwas zu schnell, stirbt er mir womöglich weg. Sein Leistungsvermögen kannte ich ja praktisch überhaut nicht, nach seinen Erzählungen zu urteilen, war aber doch einiges drin.

Erst mal sollte Markus einen guten Rythmus finden ohne zu überziehen, aber eben doch nicht zu langsam zu beginnen.

Ideale Bedingungen
Ideale Bedingungen

Das ist uns sehr gut gelungen, wir kamen gleich in einen schönen 4:50 – 5:00er Schnitt. Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, dass die sub 5min eventuell zu schnell für Markus sein könnte, aber andererseits wenn nicht bei solchen Läufen wann dann soll man sich ausloten können. Also gingen wir unbeirrt das eingeschlagene Tempo weiter.
Zumindest war das für die ersten 10 km so angedacht. Für die nächsten 10 km wäre mein Plan gewesen, etwas zu steigern. Nur da wir eh schon schneller waren als geplant, behielt ich das Tempo bei, mit der Absicht im letzten Drittel zu steigern. 😉

Markus hielt sich ausgesprochen gut, hörte ihn zwar hinter mir im Windschatten wie ein Pferd schnaufen, aber  er war immer schön hinten dran. Mit Fortdauer des Rennens merkte ich schon, jetzt geht es bei Maggo an die Substanz, jetzt fängt er an zu beisen, jetzt kommt die Phase des „sich Quälens“! Er wurde kurzatmiger, aber meine Aufmunterungen zeigten immer noch Wirkung und das war wichtig.

Tempomäßig haben wir nicht steigern können, aber das Tempo vom ersten 10er ging sich weiterhin aus. Bis auf ein paar Sekunden liefen wir konstant den gleiche Schnitt. Kurz vor den Ziel habe ich Markus noch eine kleine Überraschung eingebaut.

Noch gut 2 km :-)
Noch gut 2 km 🙂

Nach der letzten Innüberquerung sollte er noch das Tempo in einer Art Endbeschleunigung anziehen. Seine Gegebliebe war nicht besonders, was sich auch dann als nicht zu verwirklichen herausstellte. Markus war leer und ich denke das Aufhören und das ich kann nicht mehr war zu diesem Zeitpunkt ein ständiger Begleiter.

Trotzden gelang es mir, ihn zu einem richtigen Endspurt zu animieren, um dann mit einer  Zeit abzustoppen, die er sich selbst nie und nimmer zugetraut hatte. 1:42:18 standen auf meiner Uhr und auf seiner vielleicht ein paar Sekunden mehr. Genau das, dass er sich nicht zugetraut hatte, genau das ist eingetreten – KLASSE gelaufen Markus!

Das anschließemde Bierchen hat er sich verdient und hat mit Sicherheit exzellent geschmeckt. 😉

Für mich war es ebenfalls sehr spannend und Abwechslungsreich, denn nun kann ich das Pacemakern auch in mein Sportbuch als Erfolg reinschreiben. Das hat super geklappt und deshalb freud es mich genau so, als wäre ich  eine PB gelaufen wäre.

War eine tolle Erfahrung!

Der G-Connect dazu
WK vom 10.04.2010 – HM-Frühlingslauf IBK

Advertisements