Schwierige Zeiten 😦

Habe ich in den letzten zwei Posts über alles möglich gejammert, so muss ich leider zur Kenntnis nehmen, dass sich innerhalb der letzten Trainingseinheiten nichts wesentliches verbessert hat. Ich jammere immer noch, das trainieren fällt mir schwer, die Beine sind aus Blei und vor allem meine Motivation ist angeschlagen.

Einzig der lauf mit Karin, der war so wie ich es gerne immer hätte, relaxt, locker und mit viel Spaß bei der Sache. Na ja, träumen darf man doch, oder?

Wenn ich die beiden ersten TE’s betrachte, die waren ja noch mit einer jeden Menge Ausreden auszustatten, Temperatur, Föhn, zu schwer etc. Nun aber nach dem Lauf mit Karin, zwar nur ein regeneratives Läufchen von ca. 16km, da habe ich gedacht, ja es geht doch, das wird wieder. 🙂

Der Freitag aber, der holte mich wieder runter. Angedacht war ein 18er im extensivem Tempo, aber das war nicht drin. Ich habe das mental nicht gebracht. Alles lief schwer, alles war noch heisser als je zuvor und die 18 km, die schienen endlos. Was über blieb, war dann ein mit hundsschanden zusammen gebrachter 14er, der die Bezeichnung Lauf nicht wirklich verdient hat.

Aber zu dem Zeitpunkt war es mir egal, hatte ich doch noch einiges zu tun (Gardasee fahren) und das passte mir gut in den Kram. 😉 Das Training am Lago macht sowieso mehr Spaß als bei uns. 😉

Samstag dann der Lauf am Gardasee. Ich kenne die Strecke(n) ja schon recht gut, nur wie anspruchsvoll diese sind, das habe ich irgendwie verdrängt.
Gestartet bin ich bei Sonne und 33°C um ca 17°° in Richtung Salo, mit dem Ziel möglichst das Tempo zwischen 5:46 – 5:00 zu halten. Ich kann euch sagen, das war eine Herausforderung sondersgleichen. Auf dieser Strecke gibt es ja keinen flachen Teil, da geht es nur rauf und runter. Gegen das runter hätte ich ja im Allgemeinen nichts, nur das fiel mir nicht viel leichter wie das rauf. Alles ging recht zähe!

Einzig nach der Wende in Salo, als ich mich an den Ausgangspunkt des Laufes auf den Weg machte, da kam etwas Spannung auf. Ich lief auf einen vor mir dahintrabenden Italiener mit Glatze (dh etwa mein Alter, nur ohne Haare) auf, der am Rücken „born2run ITALIA“ stehen hatte. Na ja, extra bremsen wollte ich nun doch nicht, denn im „Windschatten“ war es mir dann doch zu langsam, also vorbei. Das war genau am Beginn der Steigung von Salo nach Portese. Eine ganz ordentliche Kletterpartie, die sich so ca 2,5-3 km dahinzieht.
Ab etwa der Hälfte, als ich das Thema gemeinsam eigentlich abgehakt hatte und mit mir und meinem schlimmen Los hier Laufen zu müssen gekämpft hatte, da tauchte plötzlich wie aus dem Nichts der Kollege „born2run ITALIA“ wieder auf und radierte an mir vorbei. Ihr könnt euch vorstellen, das kann ich nicht so ohne weiteres zulassen, also 2 Gänge runter geschalten und dranbleiben an dessen Sohle. Wie weggeblasen war meine Müdigkeit! 🙂

Lief ich noch zuvor mit gequälten 5:50 – 6:30er Schnitt, so war schlagartig eine 4:30 – 4:25 angesagt und das bei solch einer Steigung. Jetzt merkte ich eigentlich ganz gut was Motivation bedeutet, es lief auf einmal wie von selbst. Klar, das Tempo war schön heftig, aber es hat Spaß gemacht. So ging es bis nach Portese, ich immer in seinem Schatten, so eng, dass ich auf seine Schuhlitzen treten hätte können.

In Portese trennten sich dann leider die Wege, ich mit ciao – molto bene und er mit brava – arrivederci.

Leider war es das dann schon, der kurze Hype war rasch verflogen und ich kam wieder in den alten Trott. 😦

Am Ende hatte ich es dann doch geschafft und mit einer 5:23 für den KM über die gut 18 km war ich dann recht zufrieden.

Am Sonntag habe ich mir allerdings recht schwer getan, mich überhaupt zu einem Lauf zu überreden. Die Temperaturen gingen zwar etwas zurück (28°C) und die Sonne zeigte sich nicht mehr so viel wie am Vortag, aber meine Motivation war etwas angeschlagen. Es war soooo schön am Pool zu liegen und mit der Seele zu baumeln.

Aber nichts da, der Schweinehund sollte nicht siegen, ich machte mich auf den Weg um aktiv zu regenerieren. Ein ganz gemütlicher Lauf nach Salo sollts werden und wurde es dann auch. War zwar auch ganz schön zum Schwitzen aber durch das dahinbummeln weniger anstrengend.

In Summe bin ich diese Woche ca 97 km dahin gejoggt, mal schneller mal langsamer. In der kommenden Woche werde ich noch bis Mittwoch nach Plan trainieren und dann ab Donnerstag mich auf den Geländelauf in Baumkirchen vorbereiten.

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