Unfassbar!!!

Momentan habe ich einen super Lauf! 😦

Aber alles der Reihe nach.

Angefangen hatte es schon zu Beginn meines Urlaubes. Wie jedes Jahr standen da einige Tage am Gardasee an und da sind natürlich meine Laufschuhe dabei. Das Training und die Vorbereitung auf den Berlinevent waren im vollen Gange und standen auf Angriff. Anfangs lief es wie am Schnürchen, die TEs gingen gut von der Sohle, ich war voll zufrieden. Bis, ja bis zur dritten TE, ein schneller Intervall, der mich sehr viel bergauf und bergab führte. Von da an hatte ich am linken Fuß zuerst ein leichtes und ab der nächsten extensiven Einheit, ordentlich Schmerzen. Somit war klar, die kommenden Tage werden pausiert und sobald als möglich ein Doc aufgesucht.

Das ging dann auch recht schnell, schon am darauffolgenden DI hatte ich einen Termin. Dabei kam zwar nichts heraus, aber die Schmerzen waren doch vorhanden. Eine mehr als saublöde Sache, die mich schon ein wenig in meine Sportlerseele trifft. Na gut, dann gehts halt die nächsten Tage mit Alternativsport weiter. Raus mit dem Rad und ab in die Botanik! Der erste Versuch ging  allerdings in die Hose, denn den absolvierte ich schon am Tag der Untersuchung. Das hat mein Haxn nicht gern gemocht. Der nächste Dämpfer war perfekt.

Aber man ist ja nicht so kleinlich, gönnen wir uns doch noch ein paar Tage Pause, steht doch der nächste Urlaubsaufenthalt an. Und so war es dann doch recht gut, dass ich noch ein wenig auf der Bremse stand, denn Tag für Tag haben sich die Schmerzen beruhigt.

Eine Woche Salzburgerland, mit einem HM am Ende, den Samsonman-Laufmarathon in St. Michael im Lungau.
Diese Urlaubswoche war geprägt durch viel Biken und einige Testläufe. Der Fuß ist natürlich nicht ganz OK, aber er gebärtet sich nicht so, dass überhaupt nix geht. Der Vorbereitungsintervall der HM-Vorbereitungswoche lief recht ordentlich und somit war für mich klar, der HM wird gelaufen und zwar so wie ich es am Tage des WK für gut befinde. Das heisst, fühle ich mich gut und vor allem, tut mein Fuß ordentlich mit, dann werde ich mehr aufs Tempo drücken, wenn es nicht so richtig geht, dann mache ich einen Tempolauf mit angezogener Handbremse.

Soweit so gut, oder eben NICHT! Jetzt kommts!

Freitag vom Hotel in Radstadt aus ab nach St. Michael um alle Startunterlagen abzuholen und die Fahrtstrecke von der Zeit und dem Weg her abzuchecken. 44 km sind es, die in etwa in 40-45 Minuten gemütlich zu schaffen sind. Gleich das Verkehrsbüro gefunden und nachdem ich informiert wurde, dass bei der Onlineanmeldung die Chipnummern nicht angenommen wurden, musste ich auch noch meine Chipnummer irgendwie herzaubern. Aber das war letztendlich auch kein allzu großes Problem, somit alle zufrieden.

Samstag dann nach spärlichem Frühstück kurz nach 9 Uhr nach St. Michael aufgebrochen. 11 Uhr war der Start, also genügend Zeit. Aber wie sollte ich mich täuschen!!!!

Kaum raus aus dem Hotel, schon wurde das Chaos gesichtet. Keine 200m gefahren und schon saß ich mit dem Auto fest. Ein Blechhaufen von Urlauberautos türmte sich vor mir auf. Alle mit D-Kennzeiche, die anscheinend die Flucht in Richtung Süden angetreten hatten. Ich konnte es einfach nicht glauben, nein, das kann nicht sein, das darf nicht sein. Die Katschberg Bundesstrasse 99 eine Blechlawine ohne Ende.

So und jetzt was nun?

Tauernautobahn Blockabfertigung seit 2 Uhr nachts und hier das gleiche Bild. Ich war schlichtweg verzweifelt, aber die Hoffnung auf Besserung der Situation gab ich noch nicht auf. Ich quälte mich schön stetig Meter für Meter nach vorne, immer mal mit Stillstand von 5-10 Minuten. Echt gut für das Nervenkostüm, das schön langsam aber Risse bekam. Endgültig zusammengebrochen ist es dann, als imRadio die ganze Tragik durchkam. STAU auf der Bundesstarsse in Richtung Obertauern, also da wo ich hin wollte, auf einer Länge von 30 (DREIßIG) Kilometern und KEINE Besserung in Sicht. Kurz auf die Uhr geblickt und somit war es klar, 10 Uhr 10 und sagenhafte 5 KM weiter gekommen.

AUS und VORBEI, der HM-Wettkampf fiel dem Verkehr zum Opfer!

Ich konnte es einfach nicht fassen, war wütend, verzweifelt und noch wütender. Aber alles hat nichts geholfen, nachdem ich um 10:45 bei KM 10 war drehte ich ab und fuhr zum Hotel zurück. Meine Laune und meinen Frust, ich denke den kann man sich vorstellen.

Wie schafft das ein Volk von soviel intelligenten Leuten immer nur, dass sie alle Autobahnen und umliegenden Starßen zur selben Zeit in die selbe Richtung verstopfen können. Das kann doch keinen Spaß machen, denn den Scheiß den haben sie ja zweimal, einmal hin und dann wieder zurück. Also das soll mir mal einer erklären, ich versteh das nicht mehr.

Fakt ist, dass ich erstmalig in meinem Sportlerleben einen Wettkampf, ein Spiel oder ein Rennen versäumt habe und das wegen Urlaubsverrückte, die es nicht schaffen, sich ihren Urlaub so einzuteilen, dass er auch einer ist!

Ich bin stinksauer, riesig enttäuscht und werd mal erst darüber schlafen müssen! Was ich nun weitermache werde ich in den nächsten beiden Tagen entscheiden, jetzt bin ich nicht dazu in der Lage!

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