Die Saison neigt sich dem Ende zu

Zeit, eine Jahresbilanz zu ziehen

Nach den letzten drei Wochen mit den 2 Marathons innerhalb von 14 Tagen, ist es jetzt doch angesagt, ein wenig auf die Bremse zu treten. Zudem beginnt in einer Woche die Regenerationsphase, da ist nicht mehr viel bei mir zu erwarten. 😉

Eines möchte ich aber doch, und zwar die letzte Saison, das letzte Laufjahr, ein wenig Revue passieren lassen.

Also geendet hatte es 2009 mit dem Marathon am Gardasee. Ein Wettkampf, der eigentlich gar nicht statt finden hätte sollen, war ich doch am Start, zwar in top Verfassung und richtig gut trainiert, aber leider nicht ganz Fit. Meine Achillessehne war ein wenig angeschlagen und das hat sich dann im WK entsprechend ausgewirkt.

Obwohl nicht ganz fit, habe ich doch noch zwei kurze Läufe bestritten. Der erste Lauf war eigentlich kein richtiger Lauf. Der Haller Sterntalerlauf war ein Lauf mit und unter Freunden, ganz auf einen guten Zweck ausgerichtet.

Der zweite Lauf war der obligatorische Silvesterlauf. Dieser kurze Lauf über gut 5 km war zwar von der AS grenzlastig, aber er hat mir doch eine neue PB gebracht. Ab nun habe ich alle meine Laufaktivitäten eingestellt und mich ganz auf das Ausheilen der Verletzung konzentriert.

Die darauf folgende Zwangspause habe ich dahingehend versucht halbwegs sinnvoll auszufüllen, in dem ich mich mit Krafttraining und einige Spinningeinheiten fit gehalten habe.

Ab Mitte Feber 2010 dann das go vom Arzt, einem neuerlichen Aufbau stand nichts mehr im Wege. Viel geholfen hat mir da das regelmäßige „exzentrische Krafttraining“ nach Dr. Karsten Knobloch. Kann ich bei Schulter, Ellenbogen, Knie und vor allem bei Achillessehnenbeschwerden nur wärmstens empfehlen!

Der Aufbauplan vom PG tat sein übriges. Ich konnte schön in Stufen meine körperliche Fitness auf Vordermann bringen. Der Umstieg dann in den Normalplan, den habe ich im April vollzogen. Ab da ging es dann so richtig schön steil bergauf! 😉 Es war so gut, dass PG sogar eine Anpassung meiner Steuerzeit über den 10er für notwendig erachtete.

Nun diese Umstellung, es wurde meine Steuerzeit von 43:00 auf 40:00 angehoben und zeitgleich habe ich auch noch von 4 Trainingstagen auf 6 Trainingstage umgestellt, haben mir anfänglich ganz schön zu schwitzen gemacht. Die neuen Umfänge und Tempovorgaben waren ein Hammer. Alleine schon der gesteigerte Umfang, die Mehrkilometer machten mir und meiner Muskulatur ganz schön zu schaffen. Von den Tempoeinheiten ganz zu schweigen, die gingen nie und nimmer. Aber das war natürlich klar, hätte ich das hingebracht, dann wäre der ganze Zauber ja für die Fische.

Nach ca. 4-5 Wochen, in denen ich ganz schön geschwitzt und noch mehr geflucht habe, hat sich mein Körper und vor allem meine Psyche an die geänderten Vorgaben etwas angepasst und ab da ging es dann mit ordentlichen Sprüngen weiter.

Ein erster Test sollte der Pitztaler Gletschermarathon am 04.07.2010 sein. Dort habe ich mich angemeldet und wollte mal meine Form ein wenig überprüfen. Und diese Überprüfung war ein voller Erfolg, alte HM Bestzeit von 1:35:38 auf 1:31:09 verbessert. Das Sahnehäupchen war dann noch der 2. Platz in der AK.

So motiviert habe ich mich recht kurzfristig für einen Lauf beim Innsbrucker Laufcup, dem Hofgarten-Run entschieden. Dies war zwar nur ein kurzer über 6800 m gehender Sprint, aber da er vor der Haustüre stattfand, sehr gut geeignet. Auch da ging ganz ordentlich die Post ab und ich konnte erstmalig in meinem Läuferdasein den KM unter 4 Minuten absolvieren. Die erreichte Zeit reichte nicht nur für eine 3:58/km sondern brachte mir sogar den Klassensieg in der AK50. So etwas macht natürlich Freude! 🙂

Als eigentlicher Höhepunkt auf meine Herbstvorbereitung sollte dann der am 28.08.2010 stattfindende Samsonman Laufmarathon, ein HM, in St. Michael in Salzburg werden. Dieser war als letzter Test für das große Event, den Berlinmarathon am 26.09.2010 gedacht. Aber daraus wurde leider nichts, der fiel einem Verkehrschaos auf der Tauernstrecke (Autobahn als auch Katschbergbundesstraße) zum Opfer. Dementsprechend angespeist war ich natürlich.

Was blieb war die Ungewissheit und der Frust, hatte ich doch einiges mir vorgenommen.

Dann Ende September war es soweit, das große Ereignis stand an und wollte bewältigt werden. Der Berlinmarathon, ein zu den 5 größten Laufveranstaltung zählender Lauf, ein riesen Spektakel. Gemeinsam mit meinem Lauffreund Markus ging es auf nach Berlin. Er, um sein Deput als Marathonman zu geben und ich, um eine neue Duftmarke von mir abzugeben.

Beides ist uns ausgezeichnet gelungen, der Markus hat seinen ersten Marathon in einer tollen Zeit absolviert und mir gelang es mit einer 3:19:08 durch das Ziel zu laufen. Neue PB und das ohne voll aus mir heraus gegangen zu sein. Das hat mich dann doch etwas geärgert und die Freude über diese Zeit ein wenig gedämpft.

Das Erlebnis Berlin aber war auch auf Grund des greifschen Bloggertreffens eine Wucht. Ingrid, Alex, Lutz und Uwe waren anwesend und wir konnten uns noch am Vorabend des WK bei einem gemütlichen Abend austauschen.

Mein doch etwas unzufriedenes Ego und die Tatsache, dass Alex durch eine leichte Wadenverstimmung in Berlin abbrechen musste, haben dann dazu geführt, dass mein Freund Alex und ich beim 25. Münchner Marathon an der Startlinie standen.

Dieser Event war dann der eigentliche krönende Abschluss der Marathonsaison, das war ein emotionales Highlight der Sonderklasse. Gemeinsam gingen wir diesen Marathon an und konnten Arm in Arm durch das Ziel im Olympiapark laufen. Alex mit einer neuen PB und ich wiederum mit einer top Zeit meinerseits.

Nach diesem doch sehr bewegtem Jahr werde ich nun noch am 31.10.2010 ein weiteres mal beim Innsbrucker Laufcup teilnehmen und beim Geländelauf rund um den Baggersee teilnehmen.

Für das neue Jahr habe ich mir schon einiges vorgenommen, aber dazu komme ich etwas später! 😉 Ich hoffe, dass ich weiterhin so gut mit meinem Gestell zurecht komme und in Hinblick auf die Zukunft von Verletzungen verschont bleibe.

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