Training nach …….? 😉

Heiter 12°C und föhnig.

Heute gab es eine neue Variante eines Koppeltrainings. Das Wetter warm, die Sonne lacht und der Winter schmilzt vor sich hin. Um noch rechtzeitig die ersten Schneeflocken zu nutzen, machte ich mich am  österreichischen Feiertag auf, die Pisten am Eingang des Stubaitales unsicher zu machen. Die ersten Spuren im Schnee waren angesagt. Vormittag bis 14°° wurden die Skier strapaziert, um dann anschließend volley in die Laufschuhe zu schlüpfen und die aufgetragenen 3 x 4000 mit einem 4:41 Schnitt zu bewältigen.

Anfangs dachte ich, komisch ich bin so leichtfüßig, warum das? Na eh klar, 1,5 -2 kg pro Bein weniger, da ist man einfach lockerer unterwegs. Dann aber hat die Wirkung des Skifahrens eingesetzt und es hat mir einige Überwindung gekostet, um das vorgegebene Tempo erfüllen zu können.

Zudem stand heute ein Selbstversuch am Programm, ich wollte das vielzitierte Körpergefühl, MEIN Körpergefühl, testen und ausloten. Dazu sollte der Blick auf die Uhr tunlichst unterlassen werden, was mir fast gelungen ist. 😉

Streng betrachtet habe ich ja nur einmal, zu Beginn der TE draufgesehen, auf die Uhr. Vorweg, es, das Kgf, hat sich nicht wirklich gut angefühlt, aber ich wollte den Test durchziehen. Ergo, weg vom starren Blick auf die Uhr, nur das Tempogefühl und das Körpergefühl wurden als treibende Kraft herangezogen.

Das Ergebnis, nach Auswertung der Daten, war eher etwas zweifelhaft. Mein Tempogefühl habe ich anscheinend zu Hause vergessen und mein Körpergefühl lügt mich an! Nun, nach was soll man (ich) sich richten und was hat Priorität?

– die Pace?
– der Puls?
– das Kgf (Körpergefühl <–> iSH)?

Gehe ich nun von meinem Lauf aus, dann scheidet das Kgf schon mal aus, denn das signalisierte mir, du bist heut nicht drauf, das wird nix mehr. Und ausserdem war das Skifahren zuvor sowieso völlig daneben! 😦

Nehme ich die Pace her, dann stellt sich heraus, dass ich eigentlich viel zu schnell gelaufen bin (4:39 / 4:27 und 4:28). Eine 4:41 solltens sein, allerhöchstens 10 Sekunden schneller, nicht schneller, so der Meister!

Und betrachtet man den Puls, dann war ich in dem richtigen Pulsbereich unterwegs, den mir der Meister vorgab, nur die Pacevorgabe überrenne ich dabei regelmäßig!

Soll ich jetzt langsamer laufen, dadurch den Pulsbereich unterlaufen? Oder macht es Sinn dem Puls zu folgen und dadurch viel zu schnell zu sein?
Genau hier spießt sich das Ganze. Laufe ich nach Pace, dann kommt mein Puls gerade mal so in Schwung, bin eher an der unteren Grenze. Nehme ich aber den Puls als Steuergröße her, dann überrenne ich die Zeitvorgaben!

Oder soll ich überhaupt beide Faktoren ignorieren und das Körpergefühl, oder besser gesagt den Geist entscheiden lassen, wie ich das Training gestalte?

Mein Fazit.
Ich werde weiterhin der Pace folgen und sollte mal der Puls gar nicht wollen, dann lass ich es bleiben und denke mir, das war heut halt nix!! Ist auch schon mal vorgekommen, war halt nicht mein Tag! 🙂

Das Körpergefühl lass ich mal (vor)erst bleiben, denn das ist genauso launenhaft wie der Puls. 😉

PS:
Ich habe diesbezüglich auch schon mal bei unserem Meister nachgefragt und seine Antwort lautete —> Pace vor Puls!! Und da er von uns beiden der eindeutig Erfahrenere ist, glaub ich ihm und richte mein Training darauf  aus.

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