Mehr als erwartet

Das volle Programm

***Starkregen, Sonne, heftiger Wind, alles war vorhanden***
***Saucony Fastwitch 3***

Nun ja, das war heute ein eigenwilliger Tag. Wo soll ich da anfangen? Ich denke, ich beginne ganz in der Früh!

Also aufstehen war um 06:30, eine Zeit, die ich an einem SA gar nicht liebe. Der erste Blick aus dem Fenster war mehr als ernüchternd, am liebsten hätte ich mich gleich wieder auf die Matratze gelegt. Regen, Pfützen auf der Straße unwirklich!

OK, gestern wäre es mir auch nicht recht gewesen, denn da war es zwar sonnig und warm, dafür bließ der Föhn, dass es nur so eine Freude war! Sogesehen war es mal gar nicht soooo schlecht. Nach dem Schminken gings ab zum Bäcker, ein frisches Brötchen wollte ich schon zwischen den Zähnen spüren.

Im Anschluss daran noch einmal alle Klamotten in der Tasche verstaut und die Rennsohlen wieder auf ihren Ehrenplatz gestellt. Bei dem Wetter tun es auch die alten Treter, mit denen ich immer schnellere TEs im Training mache. Den Markus noch kurz angefunkt und dann ab die Post.

Im Auto dann überkam mich irgendwie die Kriese. Tiefe Gewitterwolken, starker Regen, so dass der Scheibenwischer kaum mehr nachkam und ich fahre zu einem WK. Super habe ich mir gedacht, so wollte ich das immer haben. 😦 Andererseits habe ich mich damit getröstet, dass mindestens noch ein paar Verrückte sich das antun und ich somit nicht ganz alleine in der Gegend herumrennen muss. Kematen ist ja nicht sehr weit von Innsbruck weg und kaum dass ich dort war, der Regen ließ nach, hörte auf und die Sonne, ja die Sonne kam immer mehr durch. Alle meine Lebensgeister erwachten wieder und nun sah alles wieder freundlicher und besser aus! 🙂

Markus hatte im Vorfeld schon die Nennung erledigt und wartete schon auf mich. Ein Lächeln im Gesicht sagte mir, er ist sehr zuversichtlich. OK, das konnte er auch sein, seine Leistungen konnte sich bis jetzt sehen lassen. Mitlerweilen war es auch schon 09:30 und Zeit sich ein wenig auf den Start vorzubereiten. Nun war das Wetter richtig gut, Temperatur OK, Wind fast nicht zu spüren, bestens!
Jetzt aber der nächste Dämpfer, Markus konnte seine Uhr nicht anwerfen! Gleich wie beim Andreas, keine Anzeige. Sein Fluchen gebe ich nicht wieder, wollte er doch auf eine neue PB losgehen und die 1:30er Marke durchbrechen.

OK habe ich mir gesagt, Markus wenn du willst laufen wir beide mit meiner Uhr, das heisst ich mach für dich das Tempo! Nach anfänglichem Zögern war alles klar, wir gehen beide das selbe Tempo.

Nun war so weit, 10:00 und das Startsignal ertönte.
Ausgemacht war ein Tempo so um die 4:15. Wie üblich natürlich, fing ich sehr flott an, bremste mich aber rasch ein, nur Markus trängelte ziemlich. Das ging 2 km so dahin, ich versuchte das Tempo halbwegs zu kontrollieren und Markus trängelte! 😉

Ab KM 3 ca. ging es aber zur Sache!
Dadurch, dass der Regen aufgehört hatte und die Sonne rausgekommen ist, ist unser Feind, der Wind, erwacht. Der kam genau aus dem Osten und somit voll auf die Nase. Sehr schön habe ich mir gedacht, kurz zurückgeblickt und was sehe ich da, ein verzerrtes Gesicht. Markus schnaufte schon wie eine alte Dampflok. Zeitlich passte alles noch, ich hatte NULL Probleme, nur Markus sah mir da schon nicht mehr so frisch aus, kein gutes Zeichen.
Nun liefen wir auf einen anderen Läufer auf, kurze Abfrage seiner Ziele und die Frage wollen wir uns bei dem Gegenwind abwechseln kam positiv rüber. Nun hatte Markus gleich zwei die ihm die Mauer machten.

KM 6 und Markus riss immer wieder ein Loch auf! Oje, das sieht ganz und gar nicht gut für ihn aus. Kleine Aufmunterungen nützten da auch recht wenig. Ich hatte ein sauschlechtes Gefühl! 😦 Zeitweise hatten wir da sogar ein 4:30er Tempo drauf, also alles andere als gut.

KM 8 Markus keuchte und gab das Signal, ich bin blau, ich höre nach der ersten Runde auf! Schade, aber manchesmal geht es einfach nicht mehr. Somit konnte ich einen Gang höher schalten und  schauen was noch machbar ist. Der Laufkollege plus noch ein weiterer zogen mit und so konnten wir dann, zum Glück gab es jetzt ein wenig Brise von hinten, das Tempo etwas verschärfen.

KM 10,5 die Wende.
Diese war im Zielbereich, nur gefunden habe ich sie nicht. Erst ein Aufpasser gab mir per Zuruf den entscheidenden Tip. Da machte ich aber eine so rasche Wende, dass ich Ausrutschte und auf allen Vieren zum Liegen kam. Ein Blauer an der Hüfte und eine Beule am Kopf zeugen nun davon. Toll war, dass beide Kollegen stehen blieben und auf mich warteten, super.

Die zweite Runde.
Das selbe nochmals. Jetzt aber war der Streckenabschnitt, der zuvor nur windig war, der war nun mit heftigerem Wind zu laufen. Aber ich will ja nicht jammern, denn so schlecht hatte ich mich ja nicht gefühlt und die zwei Kollegen waren als Unterstützung auch noch da. Denkste, dem war leider nicht so. Sie waren zwar da, aber Führungsarbeit hat keiner mehr übernommen. OK habe ich mir gedacht, wird euch schon der Saft ausgehen, ich versuch jetzt etwas Druck zu machen. Und siehe da, einer verabschiedete sich nun. Der zweite allerdings, der war hartnäckig, den konnte ich nicht abschütteln, dazu fehlte mir etwas die Power.

KM 18 und immer noch das selbe Bild. Ich voran und mein Schatten hinter mir her. Langsam merkte ich aber doch, dass meine Resourcen zu Ende gingen. Trotzdem ist es mir gelungen, trotz der ersten 8-9 km Tempomacherei für Markus, das verlorenen Terrain fast aufzuholen und zumindest eine sub 1:30 zusammen zu bringen. Das motivierte mich doch wieder einigermaßen.

KM 20 – 21 dann der Angriff meines Schattens. Ganz konnte ich ihn leider nicht abwehren, aber zumindest fast Zeitgleich gingen wir durch das Ziel. Markus wartete schon und sagte nur unglaublich!

Und ja das wars eigentlich auch für mich, denn es war eine neue PB. Ich habe es noch herumgebogen und trotz der schweren Bedingungen und der leichten zeitlichen Einbusen durch die Schrittmacherdienste geschafft. Im Ziel gab es dann noch einige Dankesworte, denn in meinem Schatten gab es gleich zwei weitere PBs.

Mit der Zeit von 1:28:16 wurde ich gesamt 6. und meine Klasse konnte ich klar gewinnen!

Bei zwei, drei Radler haben wir in der Sonne sitzend den HM in Kematen ausklingen lassen.

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