Geglückter Saisonabschluss

München war eine Reise wert!

Ein Klasse Lauf mit irre tollen Typen aus der Peter Greif Armada! 🙂

Wie schon in dem Beitrag zuvor angekündigt, so war für mich der diesjährige München Marathon nicht ein Lauf auf Messers Schneide, sondern ein Lauf zur Unterstützung eines Lauffreundes bei der Realisierung seines persönlichen Ziels, eine Verbesserung seiner Marathon-Bestzeit.

Nachdem ich jedoch schon seit Juni praktisch keine langen Einheiten (35 km oder >) gemacht hatte, war es doch eine gewisse Ungewissheit, wie es mir so ab 30/32 km ergehen würde. Ganz so selbstverständlich, auch wenn ich auf die halbe Distanz recht gut trainiert hatte, war es dann doch nicht, dass sich das auf die volle Distanz nicht doch ein wenig negativ, was die Standfestigkeit angeht, auswirken könnte. Aber ich kann sagen, meine Bedenken waren umsonst, es gab in keiner Phase eine Schwäche oder Problem. Eine Zeit von 3:15 hätte ich mir ohne weiteres vorstellen können, wären sicherlich machbar gewesen.

Da es galt, den Andre bei seinem Vorhaben die 3:25 zu unterbieten, als Tempomacher und Motivator zu fungieren, war das natürlich ein wichtiger Faktor. Unterstützt wurde ich zusätzlich durch Martin, ein Berlinkämpfer, der sich alle Mühen gab, um dieses Lauffest zu einem Fest werden zu lassen. Nicht nur dass er in aller Herrgottsfrüh mit dem Zug nach München gereist und im Schweinsgalopp durch die U-Bahnstationen gerast ist, damit er noch rechtzeitig am Ort des Geschehens eintreffen konnte (ca. 20 sec vor dem Start stand er neben uns!!!), nein, er war der Motivator schlecht hin!

Super Martin!

Und bei meinem neuen persönlich kennengelernten Laufkollege, dem Andre,  da hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Motiviert, optimistisch und bereit die Herausforderung anzunehmen. Vor dem Start noch zusammen mit Andreas einen kurzen Plausch über dies und das, ging es dann an die Startlinie.

Für mich war es Anfangs gar nicht leicht, „nur“ so um die 4:50 min/km zu laufen, da mein Training in den letzten Woche ganz auf schnelle Einheiten ausgelegt war. Daher war es etwas ungewohnt, ständig auf der Bremse zu stehen. Musste mich ständig zurücknehmen um Andre nicht zu überfordern. Aber da hatte ich als Aufpasser ja den Martin zur Seite. 😉

Der Lauf als solches lief vom Anfang an nahezu perfekt, alle Zwischenzeiten und die Signale von Andre waren sehr sehr positiv. Alles lief Richtung 3:23 – 3:25:xy. Läufer um Läufer wurden vernascht, stetig ging es nur voran und Andre immer mit rundem Lauf und entspannter Mine. Das änderte sich dann recht abrupt ab ca KM 34. Ansatzlos klagte Andre über starkes Seitenstechen, das unweigerlich zu einer Drosselung des Tempos führte. Die KM-Zeiten fielen in den Keller, aber das wäre für 1-2 km kein Problem gewesen, wenn Andre das rasch in den Griff bekommen würde. Leider gelang dies nicht, wir mussten sehr stark zurücknehmen, sodass eine neue PB immer weiter sich entfernte. Bei KM 38 war dann klar, das wars, jetzt galt es nur noch das Überleben zu sichern und gut ins Ziel zu kommen.

Hier war Martin wieder mal saustark und gemeinsam konnten wir Andre über Wasser halten. Ich muss sagen, das war sicherlich eine harte Nummer, die er da zum kauen hatte. Das hatte man zwar nicht am Lauf erkannt, aber im Gesicht waren die Leiden deutlich sichtbar. Aber das zeichnet einen guten Wettkämpfer aus, der auch in der schweren Phase noch kämpft.

Die letzten 2 km waren dann wieder vom Feinsten! 🙂 Irgendwie hatte sich Andre wieder aufrichten können und ist richtiggehend ins Ziel gestürmt. 🙂 Im Ziel angekommen war er dann allerdings ordentlich ausgepumpt, und es hat eine weile gedauert bis er wieder sprechen konnte! 😉

Die anschließenden Erdinger alkoholfrei mit Bierbreze in der Sonne unter all den Läufern genossen, waren wieder einsame Klasse. Diese Atmosphäre im Münchner Stadion ist schon etwas besonderes! 🙂

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Fazit
Andre toll gekämpft, Ziel leider knapp verfehlt (Zitat: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt).
Für mich war es eine ganz tolle Sache, Martin ein kongenialer Partner, Andre ein toller Athlet, und so wie ich das empfunden habe, ein ganz toller Kerl. 🙂

Freue mich auf ein Wiedersehen.

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2 thoughts on “Geglückter Saisonabschluss

  1. Danke André, das ist ein ganz netter Kommentar! 🙂 Auch ich sage Danke für die netten Stunden, Minuten in München.

    Ja das ist schon mal ein guter Ansatz mit dem Flyer. Er soll dich ständig daran erinnern, dass in Wien eine große Herausforderung wartet und du diese meistern wirst. Da bin ich mir sehr sicher, denn du hast das WK-Gen, du kannst wirklich alles geben, auch dann noch wenn es sehr weh tut. 😉

    Erhole dich gut!

  2. …Österreich, ein kleines Land mit vielen großen Menschen. Mozart, Falco, Krankl, Schäffer. Und einen habe ich kennenlernen dürfen. Danke Christian.

    Ich hab mir heute die schönsten Fotos des Wien Marathon Flyers an mein Laufschuhregal gehangen, zur Motivation 🙂

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