Ab in die Regeneration

Erholung für Körper und Geist

Wiederum ist ein Laufjahr vorbei, wiederum war es hart, wiederum war es sehr erfolgreich und wiederum konnte ich sehen, fühlen, feststellen was alles möglich ist und wie lernfähig der menschliche Organismus ist. Es ist immer wieder faszinierend wie die Reaktionen des Geistes und des Körpers auf derartige Belastungen ist, wie er sich ohne gesundheitliche Schäden (nachweislich) darauf einstellt und anpasst.

Es verwundert mich nicht, dass der körperliche Verfall durch unsere Überflussgesellschaft immer mehr voran schreitet, denn wer will sich heute schon „freiwillig“ körperlichen Anstrengungen hingeben. Dabei bin ich vollkommen überzeugt und ist auch nachweislich mit massenhaften Studien belegt, dass unser Körper und auch unser Geist genau diese Reize braucht um gesund und vital zu bleiben bzw zu werden.

Für die Gruppe der Bewegungsmuffel, und das ist leider Gottes die Masse, gibt es zum großen (Un)Glück den immer wieder zitieten iSH, den „inneren SchweineHund“, der immer mit passenden Ausreden zur Stelle ist und leider immer das Sagen hat und das NICHT-Tun bestimmt.

Vom,

– das ist ja nicht gesund, das machen nur Verrückte (Marathon),
– meine Knie lassen das nicht zu,
– keine Zeit, ich bin so beschäftigt,
– bis hin zum abgedroschenen Zitat – „Sport ist Mord“
– ……………..

findet man alles, das als Begründung für Faulheit geltend gemacht wird.

Dafür wird aber fleißig über die schweren Belastungen durch

– Diabetes,
– Bluthochdruck,
– Übergewicht,
– Herz-/Kreislaufproblemen,
– und und und, da könnte man ohne Ende aufzählen

gejammert.

Aus eigener Erfahrung kann ich all diese gerne herangezogenen „Ausreden“ in keinster Weise unterstützen, denn mit einigen wenigen Ausnahmen, sind das alles selbstgemachte und selbstverschuldete Probleme. Rein auf die eigene Bequemlichkeit zurückzuführen.

Und damit nicht genug, zu allem Überdruss wird auch noch kräftig beim Essen in das Fettnäpfchen getreten. Statt sich wenigsten dort etwas zurück zu nehmen, wird kräftig dem Industriemüll gehuldigt. Zahlloses Fastfood wird als „hochwertige“ Nahrung in sich hineingestopft, Fertigprodukte ohne Ende nach Hause in den Kühlschrank geschleppt und literweise Zuckerwasser in sich hineingeschüttet. 😦

Trotz allem, vielleicht findet sich der Eine oder Andere wieder und denkt über seine Situation ein wenig nach. Sollte dies der Fall sein, so haben sich die paar wenigen Zeilen mehr als gelohnt. 🙂

Würde mich aber fast ein wenig wundern, denn die Konkurrenz, die Pharmaindustrie und die Bewegungen unter dem Motto „Fit ohne Bewegung“ ist groß. Es ist einfach bequemer sich zig Medikamente in den Rachen zu stopfen, oder sich einen Elektrogürtel um die Problemzonen zu schnüren um vor dem Fernseher fit zu werden, als sich zu einer „wirklichen“ sportlichen Betätigung aufzuraffen.

Ich für meinen Teil werde nun in die Erholungsphase eintreten und das tun, was die Gruppe der Ausredenerfinder immer noch als „nicht normal“ titulieren. Ich werde meinen Körper und meinem Geist die verdiente Erholung zukomme lassen und ihn/mich für die kommenden Aufgaben im Sport, Privatleben als auch im Berufsleben vorbereiten!

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3 thoughts on “Ab in die Regeneration

  1. @Jörg, Lutz!
    Ja leider, dem ist so! In unserer Umgebung gibt es nur Kopfschütteln und Unverständnis, aber jammern können sie alle in bester Manier.
    Missionieren, das habe ich aufgegeben, das klappt nichtmal im eigenen Hause und das obwohl ich eine medizinisch ausgebildete Frau habe. Auch da stoße ich leider sehr oft auf Widerstand und das mit Begründungen die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

    Ja wir sind Spinner und ich weiss auch schon was als Nachrede einmal über mich am Bierstammtisch mir schwerer Zunge gestammelt wird. Hätte er sich doch etwas besser ernährt und nicht so extremen Sport betrieben, dann wäre er sicher sehr alt geworden. Aber er wollte es ja nicht anders. Ist zwar makaber, aber entspricht der Realität.
    Das wir durch unsere Lebensart und Philosophie nicht vor schlimmen Dingen zu 100% gefeit sind, das muss einem jeden klar sein, auch unser einen kann es ganz schlimm erwischen, nur ich muss diesem hoffentlich nie eintretenden Ereignis nicht noch Schützenhilfe leisten.

    Und noch etwas ist gewiss, am meisten lernt der Mensch in schlimmen Zeiten und nicht in Zeiten wo er im Überfluss lebt. Wir leben im Überfluss, ganz nach dem Motto uns kann nichts passieren, wir sind vor allem gefeit, gegen alles resistent! 😦

    Erst wenn das Schicksal zuschlägt kommt die Einsicht, leider sehr oft zu spät!

    PS:
    Ich habe mich schon für Rodgau angemeldet. Jetzt kläre ich noch ob mit oder ohne Frau, bzw ob auch noch Markus da mit von der Partie ist. Anreise wahrscheinlich mit dem Auto am Freitag!

  2. Auch das dritte Musketier kann die Aussagen der ersten beiden nur unterstreichen. Zwar ein paar Jahre älter als Jörg geht es mir jedoch (selbst in der eigenen Familie) genau wie Ihm. Lieber die Chemokeule und O.P.´s als gesundes Essen und Bewegung, genau so ist unsere Gesellschaft. Da können auch wir paar Spinner, so nennen die uns leider ;-), nur wenig ändern. Aber wir bleiben am Ball.

    Auch ich mache nach einer langen Berlin-Vorbereitung (der Start war im Januar in Rodgau) heute meinen ersten Lauf in der wohl verdienten Regeneration.

    Möge Rodgau nächtes Jahr auch der Startschuß zu Euren Sub 3,0 h in Wien sein.

  3. Christian, wir liegen hier flach im Büro vor Lachen. Ich habe Deinen Artikel eben vorgelesen. Besser kann man den Nagel nicht auf den Kopf treffen. Und gut, daß das mal jemand schreibt, der auch noch das Alter und die eigene Erfahrung dazu mitbringt. Ich muß mir bei meinen Missionsversuchen immer so Sprüche wie „Das ist alles eine Frage des Alters, komm‘ erstmal in unser Alter“ oder so ähnlich anhören. Du (und noch andere, wesentlich ältere) Beispiele stehen sinnbildlich dafür, daß es mir vor dem Älterwerden nicht bange ist. In diesem Sinne – gute Regeneration! Ich freue mich auf ein Wiedersehen im Januar.

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