Der erste Wink mit dem Zaunpfahl, nichts geht leicht, alles wird schwer!

 

Trainingsintensität:

 Bedeutung, Erklärung

WHL-Wiederholungslauf Wiederholungsläufe, werden wie der Name es schon sagt, mehrfach wiederholt. Am Beispiel von 4 x 2000 m mit 1000 m Trabpause, mache ich dir deutlich, wie du vorgehst. Du kannst dieses Training auf der Straße oder auf der Bahn durchführen. Auf der Straße kannst du die km-Steine oder -Schilder zur Vermessung nutzen. Ideal ist, wenn du pendelst. Also in diesem Fall auf einer 1000 m-Strecke hin und her läufst.Du läufst dich 1 – 2 km ein und startest in die erste Wiederholung. Sofort versuchst du das richtige Tempo zu erreichen. Langsame Tempofindung alla Dampflokomotive ist verboten, genau so der Raketenstart. Du läufst die 2000 m im möglichst gleichmäßigem Tempo. Lerne das Treffen des Tempos und das Einhalten der Genauigkeit.Wenn du im Ziel bist, gehst du in Ruhe erst einmal 100 m und beginnst dann zu traben. Traben kannst du auch Joggen nennen. Dieses Trabtempo sollte so langsam sein, dass du am Ende der Trabpause noch mehrmals die 2000 m im gleichen Tempo laufen kannst. Das ganze Verfahren wiederholst du, bis du alle 4 Wiederholungen durch hast. Dann läufst du dich noch 4- bis 500 m aus und beendest dein Training.

Trainingseinheit
3 x 4000 m Wiederholungsläufe (WHL) in 17:16 min = 4:19 min/km mit 1000 m Trabpause. Gehe nach dem Tempostück erst einmal 100 m und trabe (jogge) dann weitere 900 m.

Pulsbereich 140 – 147.

Mental
Vorher
Die Nacht war gut, Schlaf erholsam und der Aufstehmoment nicht überraschend und zu früh. Die Stimmung etwas angespannt, stand ja ein Vorstandhearing an, aber immer noch so, dass der Mentallevel als „normal“ einzustufen war.

Der Tag war, wie schon vermutet anstrengend, spannend und letztendlich auch befriedigend. So gesehen war der Tageshöhepunkt erreicht. Bemerkbar, dass sich ein leichtes Absacken der inneren Anspannung etwas negativ auf das bevorstehende Training auswirkte. Zumal ja der Arbeitstag mit einen kleinen Gläschen Wein seinen Ausklang fand.

Während
Der Geist war eher zum Rasten und weniger zum Quälen aufgelegt. Ich hatte schon richtig vermutet bzw. gewusst, es wird eine schweißtreibende, disziplinierte und harte Arbeit um in Wien dann auch das erklärte Ziel zu erreichen.

Heute war es schon der erste Warnschuss und die erste TE, die mir so richtig mental zugesetzt hat. Der iSH (innere Schweinehund, der Kobold in uns) hat gleich mal einige Fassetten ausgepackt und mir speziell im zweiten und bis Mitte dritten Turn heftigst zugesetzt. Von Abbrechen, Kürzen bis hin zur Temporeduktion war alles dabei. Das hat schon ordentlich weh getan und hat einiges an masochistischen Tendenzen bedürfen. 😉

Nachher
Klar, nach solch einer TE ist man schon etwas stolz auf sich, denn in einem so frühem Stadium ist man oft nicht so gut auf solch harte Attacken gefasst, ist man ja erst am Anfang des Formaufbaues. Ich war stolz auf mich und ich habe dem iSH innerlich die lange Nase gezeigt, das war ein gutes Gefühl.

Physisch
Vorher
Widererwarten hatte ich beim Aufstehen im Gegensatz zu gestern relativ schwere Beine. Gut nicht sehr dramatisch, aber doch in den Oberschenkeln mehr spürbar.

Während
Ganz klar, das Mentale  zieht sich in das Körperliche hinein. Hier lässt sich das System nicht ganz entkoppeln, das war absehbar. Und es war natürlich so, mit zunehmender mentaler Anforderung wurden auch meine Beine schwerer. Nichts war mehr von der Leichtigkeit vom Montag zu spüren. Kenner würden sagen, der Lauf war etwas „unrund“! ;-(

Nachher
Abgesehen von den Beinen, die sich sehr schwer angefühlt hatten, war mein Allgemeinzustand schlicht und ergreifend als Ausgelaugt einzustufen. Ausgelaugt und müde.

Fazit
Wie schon in der gestrigen Überschrift angemerkt, es wird eine harte Nummer, mit meiner Zieldefinition habe ich mich sehr weit hinausgelehnt. Aber ich weiß auch, dass wenn alles mitspielt, dann kann ich das erklärte Ziel erreichen, aber dazu bedarf es besonderer Anstrengungen.

Als Fazit bleibt, 1. Sieg gegenüber dem iSH, Vorgaben erreicht/unterschritten und somit dem Ziel einen winzig kleinen Schritt näher gekommen. 🙂

Garmin Connect (Link zur TE)

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