Kein guter Tag 😦

 

Trainingsintensität:

Bedeutung, Erklärung

EDL… extensiver Dauerlauf Extensiver Dauerlauf
(Der Lange)

Trainingseinheit
32 km extensiver Dauerlauf in 5:18 – 5:00 min/km. Wenn du kannst, kannst du auch schon 35 km laufen.

Pulsbereich 115 – 126
Nix Weihnachtsmarkt, es wird trainiert und zwar richtig.

Mental, Physisch
Nachdem gestern nur eine kleine Runde angesagt war, durfte ich heute auf die Große gehen. So wie PG das sieht sollen es 32 km werden, besser wären jetzt schon die 35 km. 😦 Aber heute war mir gar nicht zum Laufen zu mute. Schon in der Früh hatte ich keine allzu große Lust, der Föhn schien zwar nicht mehr zu wehen, aber das heisst dann auch, dass das Wetter umschlägt. Hm, um 0800 hat es eigentlich noch ganz gut ausgesehen, was aber meine Motivation nicht nach oben trieb. Mental war Talfahrt angesagt, gestern dachte ich, warum nicht gestern, da wäre ich so richtig lustig drauf gewesen, pffff Mist. 😦

Nach dem spärlichen Frühstück, wenn schon denn schon, also der Körper brauch sich nicht an den Genüssen laben, der soll erstmal etwas leisten. Ein Glas selbstgepressten Apfelsaft aus heimischer Ernte, ein Ei ein halbes Eiweisbrot und das wars dann schon. Eigentlich recht widerwillig bin ich in die Klamotten gestiegen, der Blick aus dem Fenster verhieß auch nicht sonderliches, die Wahl der Schuhe war sowieso so eine Sache. Gestern noch auf Schnee, heute ??? Na bei dem Föhn kann das nur heissen ich laufe großteils auf Glatsch (nicht Schnee, nicht Pfütze, dafür rutschig). Schweren Herzens habe ich dann meine schon fast verweisten Nike Strukture GTX12 aus dem Schrank gezerrt, ja gezerrt, denn so richtig wollte ich diese nicht nehmen, nur die Aussicht auf …., na ja, wird schon schief gehen.

Körperlich ging es mir sehr gut, das war schon mal positiv, nur das Mentale machte mir etwas zu schaffen, so gar keine Lust!!!

Nach dem Zwiebelprinzip, zwei Lagen oberhalb der Gürtellinie und eine Lage unterhalb dieser. Zudem noch meine Kampfsocken für das lange Gejogge und fertig war der Läufer Christian. Uhr auf den Balkon platzieren und, ach du sch…ße, es schifft! Na nun habe ich durch mein stetes herumgetue und hinausgeziehe es doch noch geschafft, dass ich schon bei Regen starten muss. Heisst, noch eine halbwegs wasserdichte Schicht kommt dazu.

Aber jetzt raus aus der Bude und ab, sonst wird das nix mehr. Wäre ich doch zu Hause geblieben, kaum ums Eck gebogen schon hatte mich der Sauhund von iKB (innerer Kobold) und quasselte mir die Birne voll, super, noch keine 2 km gelaufen und schon in Zwiegespräche verwickelt. Zudem hatte ich schon da gewusst, du hast die falschen Schuhe an den Beinen, diese sind für deine Füße nicht geeignet, maximal zum Fischen in seichtem Gewässer kannst diese nehmen. Ja, ich habe nach so vielen KM mit meinen exzellenten Laufschuhen der Marke Minimal erstmals erlebt, was es heisst solche Treter wieder an den Beinen zu haben. Steif, hart, klobig, schmerzend und das schon nach 5 km. Bravo, heute hast es geschafft, null Bock, Sauwetter, Schuhe wo es einem die Plomben aus dem Gebiss haut so steif und hart, das kann ja heiter werden.

Ab KM 10 wusste ich, das wird ein Kampf auf biegen und brechen. Die Beine haben schon geschmerzt, die Sohle hat gebrannt, zweimal schon die Schuhe neu geschnürt und noch eine endlose Strecke vor mir. Mitlerweilen ist der leichte Regen in  schöne fette Tropfen übergegangen und wurde auch noch ein wenig von einer steifen Brise begleitet. Mann, oh Mann was da einem im Schädel durch die Windungen saust, das kann ich gar nicht beschreiben, nein das will ich auch gar nicht, sonst bekomme ich mit Cybersecurity noch Probleme.

Dabei muss ich sagen, dass es mir rein körperlich gar nicht mal so schlecht ergangen ist, sieht man mal von der Blase auf der Sohle und den immer härter werdenden Muskeln in den Beinen des vollkommen durchnässten Christian ab. Die Schmerzen die mir durch diese Art von Schuhen zuteil wurden will ich auch nicht breit treten, jedoch Sauerstoffmäßig, also Atmung und Puls waren vollkommen unauffällig, wie die Mediziner das so bezeichnen würden.

Ab KM 25 würde ich sagen, bin ich nur mehr mechanisch unterwegs gewesen, die Beine habe ich vor lauter Nässe und Kälte nicht mehr gespürt, die Schmerzen durch die Blase und durch die Schuhe habe ich einfach ignoriert. Einzig bedacht das Läufchen nach Hause zu bringen und das so schnell als möglich. Schnell? Natürlich nur fiktiv, denn die Beine liefen einfach, ich konnte es kaum mehr beeinflussen, war eher eine Art Robolauf, eben mechanisch. Schön war nur, dass ich wusste, dass alles mal ein Ende hat, auch dieser Lauf. Und so war es dann auch, nach 2:32 Std bin ich vor der Haustüre fast zum Liegen gekommen, da ich zwar stehen bleiben wollte, nur die Beine haben das nicht so recht mitbekommen. Na ja, ging dann doch noch mal gut und somit Happy End! 🙂

PS: Der größte Genuss an diesem Tag war der, wie ich die vollkommen durchnässten Schuhe der Marke Sinnlos in den Mülleimer entsorgt hatte. Ja das war Genuss pur!!!! 🙂 Solche Schuhe, NIEEEEEE mehr wieder!

Fazit
Die Quälerei hat begonnen, wobei der PG nix dafür gekonnt hatte, nur der Herr Christian. Das nächste mal mach ich es wieder besser, versprochen!

Garmin Connect (Link)

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