Trainingsprotokoll – Tag 18

Ein hartes Stück Arbeit

 

Trainingsintensität:

Bedeutung, Erklärung

EDL … Extensiver dauerlauf Extensiver Dauerlauf

Trainingseinheit
Dein Weihnachtsgeschenk, die erste wirkliche große Runde: 35 km extensiver Dauerlauf in 5:18 – 5:00 min/km. 

Pulsbereich 115 – 126.
Weihnachtsmarkt wird abgesagt, es wird trainiert und zwar richtig.

Anmerkung
Heute wieder in Begleitung von Markus und ich war sehr froh, dass ich am Schluss eine Lokomotive vor mir hatte. Danke Markus, heute warst du mein Ticket nach Hause, und zwar erste Klasse!!! 🙂

Mental, Physisch
So, schön der Reihe nach, nichts überstürzen. Also die Nacht war zwar kurz, der gestrige Weihnachtsschmaus mit meinen Tenniskollegen(Innen) war schön aber auch für meine Verhältnisse etwas lang, zu lang. 😉 Der Alk blieb zwar für mich im Regal, aber alleine der nicht konsumierte Schlaf sollte sich heute doch bemerkbar machen. Die Freude auf die bevorstehenden 35 km war nicht ganz da, aber auch keine allzu großen Bedenken waren vorhanden. Der letzte SA zwar noch in Erinnerung, doch heute waren ja ganz andere, bessere Bedingungen und der Faktor Markus war ja auch noch. 🙂

Nachdem ich mit Markus um 0830 den Starttermin hatte war mit längerem Ausschlafen nichts. Auch wenn ich etwas verschlafen hatte, erst um 0730 munter geworden, war mein Fleisch relativ rasch auf touren. Sogleich in die Klamotten rein, und noch ein wenig, sehr wenig Frühstück zu mir genommen. Fast pünktlich ging es dann los.

Wie bei uns schon Tradition, die zwei männlichen Waschweiber quasselten was das Zeug hielt, die selbst auferlegte Temporeduktion, wir wollten den 35er in einer 5:15 min/km laufen, war fast schon ein Spielverderber. Ständiges Einbremsen war die folge. Nun gut, soll so sein, trotzdem war es immer schneller als diese vorgenommene Pace. Die Folge war natürlich, dass wir nach 1:32 schon am Wendepunkt waren und der Schnitt so bei ca 5:07 lag. Gut damit können wir recht gut leben, das war allemal OK. Einziger Wermutstropfen war, dass ich ohne Handschuhe gestartet war, obwohl mit, und nun eiskalte Hände hatte. Jetzt die Handschuhe noch drüber, das wird schon.

Der Rückweg gestaltete sich so wie der Hinweg, locker ging es plauschend dahin, nur meine Hände wurden nicht warm, eiskalt und steif sollten sie bis zum Schluss bleiben, ja sogar meine Kinnlade lies sich nicht mehr ganz so leicht bewegen (sprechen) wie es sich normalerweise gehören würde. 😉 Markus, den ich als zusätzliche Bremse mitgenommen hatte, war heute ein Totalausfall. Ich weiß nicht was er in der Früh eingeworfen hatte, aber es war schon fast unheimlich so locker ging es bei ihm dahin. Wenn man so viel läuft und das auch noch oft gemeinsam, dann merkt man ganz genau wie es seinem Partner geht, das spürt man. So auch wahrscheinlich beim Markus. So wie ich gespürt habe, dass es ihm heute phantastisch läuft, so dürfte er bemerkt haben, dass es mir mit zunehmender KM-Anzahl nicht mehr ganz so rund lief.
Ab KM 26, wo ich eine Pinkelpause einlegen musste, von da an hatte ich keinen Rhythmus mehr, es machten sich einige Verschleißerscheinungen bemerkbar. Anfangs nicht so arg, aber mit der Zeit waren diese immer mehr, besser zu spüren. Es lief nicht mehr rund. Gut, die Rundenzeiten waren immer noch alles andere als langsam, nein sogar stetig schneller sind wir geworden, doch irgendwie fühlte ich mich nicht mehr ganz auf dem Damm. Der gestrige Abend könnte doch etwas zu sehr an den Kräften gezehrt haben. Fakt war, dass das Markus gespürt hat, das merkt man wenn der Partner so Fragen wie, geht’s – alles klar und so stellt.

So ab KM 30 musste ich ihm schon sagen, dass ich das Tempo etwas rausnehmen werde, was aber komischerweise nicht passierte, doch mental war es mir eine Hilfe, ich musste doch hart mit mir ins Gericht gehen, damit ich den Heimathafen näher kommen sah. Auf den letzten 2 KM habe ich dann den Markus verscheucht, ich hatte einfach gemerkt, der Junge hat heute einen sauguten Tag, der soll marschieren, ohne mich. Hat er zwar nur unwillig getan, aber doch dann gemacht. Langsam entschwand er mir und ich war mit mir und den erfrorenen Händen, der erstarrten Kinnlade und einem sehr erschöpften Körper alleine. Da macht es sich halt bezahlt, wenn man immer die selben Strecken abgrast, denn da braucht man dann kein GPS, da findet der Körper alleine zurück. Als ich dann gesehen habe, dass ich noch unter 3 Stunden bleiben kann, zog ich die letzten 300-400 m an und war dann heilfroh angekommen zu sein. Diese letzten paar hundert Meter haben aber die letzten Reserven aufgebraucht, ich war fertig, total ausgelaugt, kein µg Energie mehr in mir. Markus lief noch eine Extrarunde um die 36 km voll zu machen, das sagt auch schon etwas.

Fazit
Ein so nicht ganz erwartete Trainingseinheit, vor allen deshalb nicht, weil ich 3/4 der Strecke super drauf war. Aber der letzte Pitstop hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Zudem hatte ich kältemäßig totale Probleme. Ich konnte nichtmal die Schuhbänder am Schluss alleine öffnen. Keine Ahnung was da los war, denn ansonsten bin ich kein so erfrorener Typ.

Zu Markus möchte ich nur noch sagen, Junge du warst heute gewaltig unterwegs. Konserviere dieses Gefühl und ich/wir haben in Wien einen weiteren Weggefährten in Richtung sub 3:00.

Garmin Connect (Link)

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