Trainingsprotokoll – Tag 27

Nur Fliegen ist schöner – Teil 2

Trainingsintensität Bedeutung, Erklärung
EDL … Extensiver DL Extensiver Dauerlauf

Trainingseinheit
35 km extensiver Dauerlauf in 5:15 – 4:57 min/km.

Pulsbereich 115 – 126.

Ich verspreche dir, die Schmerzen werden bei jedem Durchlauf dieser Einheit geringer.

Anmerkung
Jetzt wird es zwar wieder einen Aufschrei der LB – Gegner geben, aber dem blicke ich gelassen entgegen! 🙂 Weil, ….

  • wer einen Langen von 35 km und mehr (so wie ich heute) am LB absolviert, der weiß was Härte ist
  • wer dazu auch noch das LB mit 2% voreingestellt, der weiß auch, dass bei 40 km ca. 600 HM rauskommen
  • und wer nach soviel KM noch nicht genug hat und nur aus Zeitmangel vom LB steigt, der kennt seine Ziele, der weiß darum zu kämpfen

Und alle die glauben, dass wenn sie bei jedem Wetter in Freien durch die Gegend huschen sich das Prädikat „wir sind die Harten“ verdienen, denn die Weicheier gehen ins Studio aufs LB, die lade ich mal zu einer LB Session ein. Dann wird sich herausstellen, wer der Harte ist und wer das Weichei! 😉

Einstellung LB
Durchgängig 2% (macht auf 40 km ca. 600 HM aus)

Mental, Physisch
Nun, der Markus hat es heute in der Früh ja live mitbekommen, meine mentale Morgenstimmung war nach einer nicht gerade berauschenden Nacht eher als mau zu bezeichnen. Dazu der strömende Regen, da konnte ich mich nicht überwinden und mit Markus im Freien den Langen anzugehen. Die Hoffnung auf Wetterbesserung siegt, ich blieb zu Hause!

Sorry Markus, aber in der früh wäre ich dir nicht dienlich gewesen, so aber hast du eine ganz tolle Leistung mit einer tollen Performance hingelegt. Die konstante zusätzliche TE am Dienstag macht sich langsam bemerkbar, Klasse!

So gammelte ich den Vormittag dahin, dies und das wurden erledigt, aber das Gefühl, du musst etwas tun wurde immer stärker. Der Regen allerdings auch und so habe ich mich entschlossen ins Studio auf das LB zu steigen. 35 km habe ich ja schon im 2009er Jahr gemacht und das kann ich jetzt sicher auch. Zudem noch den Eindruck von gestern in guter Erinnerung, also am frühen Nachmittag gehts ab ins Studio und rauf aufs LB. 🙂

Die Taktik war der von gestern gleich, nicht zu schnell zu beginnen, Musik im Ohr, die mich begleitet und Gedankenbereinigung und Krisenmanagement für die nächsten Tage absolvieren. Geplant hatte ich auf alle Fälle die 35 km, aber nachdem mir Markus eine Marke zum Nachdenken via SMS übermittelte, war klar, da musste ich dagegen halten. 37 km in einer 5:13, buh nicht ohne und das wollte ich zumindest ein wenig toppen.

Aber es gestaltete sich genau so wie gestern, es lief wie geschmiert, vollkommen frei, klare Gedanken, schnelle Lösungen, tolle motivierender Sound in den Ohren und staunende Pseudotrainierer, denen ich zeigen konnte, was es heisst hart zu trainieren. Aber wahrscheinlich haben die sich gedacht, das ist ein total Verrückter, der ist nicht ganz helle auf der Marille. 😉

Das Beste war aber, dass mir der iSH Respekt gezollt hat, denn wer am LB diese Distanz abspult, der hat negatives Geschwätz nicht verdient. Danke, dass du heute keine Sekunde anwesend warst, das war ein sehr schöner Zug von dir! 😉

Nachdem ich, ganz so wie es Lutz gerne sieht und hat, gelaufen bin, denn jeder KM war schneller als der vergangene, somit einen negativen Split herausgelaufen und der letzte KM war mit einer 4:42 sogar der Schnellste! 🙂 Zudem war der gesamte Lauf nicht Extensiv, sondern bestenfalls Regenerativ. Das lässt sich bei mir leicht ermitteln, denn wenn ich NIE durch den Mund atmen muss und nur die Nase zur Sauerstoffaufnahme benutze, dann war’s Regenerativ, definitiv!

Ein Klasse Trainingslauf, auch wenn er NUR am LB stattgefunden hat.

Fazit
Nach dem morgendlichen Schwächeln habe ich mich erfangen und doch noch mit viel Freude das Training absolvieren können. Es war eine Herausforderung, die ich nicht missen möchte, die nicht jedermanns Sache ist, ich jedoch als mentale Abhärtung für die Ausstehenden Trainingseinheiten ansehe. Denn was schuld die Psyche mehr, als harte mentale Herausforderungen. Und ein langer Lauf über min. 35 km oder mehr ist so eine harte Tour, die macht stark, da ist man leidensfähig und das muss auch trainiert werden, wenn man sich sehr hoch gesteckte Ziele auferlegt.

Ich habe diese Prüfung bestanden. 🙂

Garmin Connect (Link)

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4 thoughts on “Trainingsprotokoll – Tag 27

  1. Dank euch Jungs, für die positive Sicht der Dinge.
    Wo ich diesen Beitrag verfasst hatte, da war ich noch etwas vollgestopft mit Endorphinen. 😉 Passiert ja nicht jeden Tag, dass man sich so etwas gibt, aber ich stehe dazu, wenn ich es mir aussuchen kann, dann weiche ich ganz gerne auch mal ins Studio aus. Zudem kann da dann auch noch meine Frau mit und das ist mir auch wichtig! 🙂
    Geistesschule ist es allemal, da gibt’s kein aber.

  2. …wenn doch Innsbruck nur nicht so weit weg wäre. Ich würde dein Angebot annehmen. Ich würde dich auf einen 40’er über den Gummi begleiten. Du weist ja, ich habe da in meinem Fitnessstudio so meine Probleme.
    Und z.T. Sinn oder Unsinn eines LB Laufes, möchte ich nur sagen, das es natürlich einen Unterschied macht ob Indoor oder Outdoor 40 km zulaufen, aber die Leidensfähigkeit, die mentale Stärke, wird bei nur wenigen TE so gestärkt wie auf einem Laufband. PUNKT.

  3. Aber hallo, das ist aber eine klare Ansage an die LB-Kritiker!!
    Der letzte Winter hat mich auch zweimal bei dieser Distanz auf das Band
    verdonnert. Solche Einheiten machen die Birne hart wie Stahl!!
    Diese wirst du in Rodgau auch brauchen!!
    Super Leistung; vorallem nach der gestrigen Einheit!!!!!

  4. Super Christian! Daumen hoch und „gefällt mir“ nicht nur für deine TE, sondern auch für deinen Kommentar. Da ich selbst sehr viele LB-km absolviere und auch schon 35er gemacht habe, tut es mir richtig gut, daß du die ganzen Mäkler in ihre Schranken verwiesen hast. Ob von denen wohl einer dein „Angebot“ annimmt und mal einen 35er mit dir auf dem LB macht? Wohl kaum… WEITER SO!

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