Trainingsprotokoll – Tag 51

Der Knielauf

Trainingsintensität Bedeutung, Erklärung
EDL … Ext. Dauerlauf (35er) Extensiver Dauerlauf

Trainingseinheit

35 km extensiver Dauerlauf in 5:12 – 4:54 min/km.
Pulsbereich 115 – 126.

Ich hoffe, du hast die lange Einheit jetzt im Griff, denn bald geht es los mit den Endbeschleunigungen.

3 x 50 m Testotraining!!!

Anmerkung
Über die 35 km mache ich mir derzeit keine Gedanken, ob ich die im Griff habe oder nicht, das ist kein Thema. Etwas Sorge macht mir nur mein Knie, das sich irgendwie komisch verhält. 😦

Mental, Physisch

Gut, jetzt mal der Reihe nach.

Heute wieder mit meinem Lieblingspartner Markus auf die lange Runde gegangen. Mein angesprochenes Knie hat sich wieder etwas gemeldet und auch wieder nicht. Zeitweise gar keine Schmerzen, dann wieder leichte, speziell die Stiegen runter, dann wieder …. 😦

Also, beim Start zum heutigen Lauf wars leicht zu spüren, aber so, dass ich nicht das Gefühl hatte, es würde ein Problem geben. Und ich sollte Recht behalten! 🙂 Gestartet sind wir leider etwas verspätet (1405), da ich das Auto zum Service hatte und sich dies etwas verzögerte. Das war nicht so optimal, da ich dadurch etwas in Zeitnot geriet, sollte ich doch schon um 17:45 wieder zum Eisstockschießen mit der Tennismannschaft gestellt sein. Folglich war klar, heute muss der Markus ran, ob er will/kann war sekundär, von dem ging ich durch seine letzt erbrachten Leistungen einfach aus. Und er wusste auch, dass er heute Farbe bekennen muss.

Der Lauf begann anfangs nicht so gut, spürte ich doch etwas vermehrt einen leichten Schmerz. Aber gut, es war wie es war, gewisse Eigenerfahrungen ohne Risiko wollte ich machen. Ich musste wissen wie es sich unter Belastung verhält, ob es schlechter-gleich oder besser wird. So ging es die ersten Km recht locker und leicht dahin, wie immer permanentes Quatschen, wie eben zwei alte Waschweiber (sorry).
Erfreulicherweise merkte ich schon nach 3-4 km, ja hallo, das Knie gibt auf, es ist kaum mehr zu spüren! Und ab etwa KM 7 wars erledigt, wie weggeblasen, alles so wie es sein soll, wie es sein muss, um mein Ziel auch umsetzen zu können. 🙂

Mitlerweilen hatten wir schon guten Speed aufgenommen, das System von uns beiden funktionierte sehr gut und was ich gleich mal merkte, Markus ist bärenstark. Das merkt man einfach, wenn man sich so gut kennt. Schwächen oder Stärken nimmt man gleich viel sensibler wahr als bei Fremden. Sehr gut hatte ich mir gedacht, dann werden wir heute schauen was so in dem Jungen steckt, nachdem ich das Freizeichen von links unten bekommen habe. 😉

Einzig das Wetter war sehr launenhaft, auch die Pistenbedingungen zwangen uns vom ursprünglichen Plan abzuweichen. Der Untergrund war ab KM 9 alles andere als gut und weiter zu laufen wäre nicht wirklich ratsam gewesen. So machten wir in Volders bei KM 11 kehrt und liefen wieder Richtung Innsbruck Stadt. Nicht unbedingt meine Lieblingsstrecke, da sie sehr oft durch Unterführungen und auch Kreutzungen, Ampeln und so führt. Ansonsten wären es sehr schöne Laufwege, Abwechslungsreich und attraktiv, nur eben … !

Nach der Hälfte habe ich noch provokant eine leichte Verschärfung angekündigt, damit der Lutz, Jörg und …. auch mit dem negativen Split zufrieden sind. Zu meiner Freude ist diese Bemerkung bei Markus locker abgeblitzt und der kurze aber bestimmte Kommentar, OK- soll er haben, war aussagekräftig genug.

Erst so ab KM 27-28 hatte Markus eine kleine Schwäche, da musste er ganz schön ordentlich Beißen, aber das weiß ich von ihm, das kann er. Er kann sich richtig schön quälen, bravo, gut gemacht. Anschließend war er wieder der Alte, zwar schon ein wenig grenzwertig, aber voll entschlossen. Die angekündigte leichte Temporeduktion, wir waren eh schon unter Limit, hatte ich zwar ausgesprochen, aber nicht wirklich durchgezogen. Weiß nicht warum, aber es lief einfach gut. Wobei ich richtiger weise schon bemerken muss, dass beim letzten 35er die Oberschenkel etwas lockerer waren. Ich denke aber, dass das durch den am Vortag durchgeführten 18er bedingt war. Auf alle Fälle war es nicht so, dass ich mir das Herz rausreißen musste, um über die Runden zu kommen. War alles noch im extensiven Bereich. 🙂

Ins Ziel (zu Hause) liefen wir dann allerdings getrennt ein, weil es dann so kam wie es kommen musste. Ich riskierte noch eine rote Ampel und mein Leben, während Markus im Stau stecken blieb. Die Lücke konnte er nicht mehr schließen, auch nicht als ich das Tempo für den nächsten KM gedrosselt hatte. So lief ich dann den Rest wieder etwas zügiger, denn wo ich zu Hause bin, das wird er wohl noch wissen. 🙂

Fazit

Die Quintessenz heute war, dass es zwar ein anstrengender und fordender Lauf war, mit einem ebenbürtigen Partner, der sich in Richtung Wien excellent entwickelt. Einzig seine Gewichtsklasse ist noch zu korrigieren, da war er schon mal besser.

Noch wichtiger war, dass sich trotz dieses Laufes komischerweise das Knie gebessert hat. Keine Schmerzen danach, es fühlt sich sehr gut an. 🙂

Garmin Connect (Link)

Alternativlink der TE

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One thought on “Trainingsprotokoll – Tag 51

  1. Also, wegen mir musst Du keinen negativen Split laufen. Das Du die lange Strecke in jeder beliebigen Taktik drauf hast, wissen wir alle. Da ist kein neuer Beweis fällig. Aber irgendwie hatte ich eine schnellere zweite Hälfte am Samstag auch im Sinn – Gedankenübertragung! Dumm nur, daß ich zum Schluß den Berg hoch musste 😉

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