Trainingurlaub mit Peter Greif in Okurcalar/Türkei 2013

Der letzte Schliff für Wien soll es werden !

Jetzt ist es soweit, der Couwndown wurde gestartet und die abschließende Injektion und Motivation zur neuen PB beim VCM 2013 ist am laufen. Der Trainingsaufenthalt mit Peter Greif und seinem Trainerteam in Okurcalar (Türkei) ist gestartet.

Die Anreise
Die Anreise war, wie soll es schon sein, langwierig.  Begonnen hat das Ganze um 1100 bei mir zu Hause. Ab auf die Autobahn und, ohje schon die erste weniger gute Nachricht. Auf der Autobahn in D hat es gekracht, 1 1/2 Stunden Stau, wenn wir nicht die Autobahn verlassen. Genau das taten wir auch, bei Jenbach gings ab, um über den Achensee nach München zu kommen. Das ging ganz gut,  zum Treffpunkt mit dem Unterkunftsgeber für unser Auto konnten wir nicht halten. Das lies sich verschmerzen. 😉

Der Flug an sich war unspektakulär, zum Glück!

Das Hotel und die Anlage, Umgebung
Nach dem Transfern zum Hotel gab es nach dem üblichen Hallo noch ein, zwei Efes (Bier) als Schlaftrunk.

Ach ja Hotel. Das ist OK, scheint eine ganz brauchbare Bude zu sein. Das Zimmer nicht riesengroß, aber sauber und für zwei Jungs genau richtig. Kein Doppelbett, sondern zwei Einzelbetten. 😉

Hotel Aska Buket Resort & Spa
Hotel Aska Buket Resort & Spa

Nachsatz
Nachdem in der ersten Woche locker 60-70 % der Mannschaft an Durchfall mit Erbrechen und teilweisen Fieber erkrankt waren, sehe ich das Thema Hygiene etwas diffiziler. Nach einigen Internetrecherchen ist das in diesem Hotel gang und gäbe. 😦 Klares no go!

Der Trainingsalltag

Trainingsprotokoll – Tag 73/17.3.2013 – Tag 1

Erster Trainingstag, erstes Glück. Noch vor dem Frühstück gab es ca. 20 Minuten Aufwärmtraining. Anschließend ging es dann zur ersten Runde, einem regenerativen Läufchen in die umliegenden Hügel. Ein Auf-/und Ab auf schottrigen Wegen über gut 6,6 km. Anschließend dann zum wohlverdienten Frühstück, um den bevorstehenden Nachmittagsrun zu überleben. 🙂

Relaxen bis zum erliegen
Relaxen bis zum erliegen

Der restliche Tag war dann relaxen bei schönem Wetter aber unangenehmen Winden. Nun ja, das kann ja am Nachmittag um 16:45 beim 10 km wettkampfähnlichen Abtasten noch lustig werden. Trotzdem war das Wetter sehr angenehm, wenn man bedenkt, dass es zu Hause speziell was die Temperaturen und die allgemeine Wetterlage angeht.

Garmin Connect

10 km WK

So nun war es so weit, der Einstufungszehner steht an. Er soll entscheiden, in welcher Gruppe und mit welchen Laufkollegen man sich demnächst auseinander setzen darf! 😉

Nach einem kurzen Einlaufen wurde auf einer Pendelstrecke von 2,5 km gelaufen. Bis zur Wende, an der sich Peter als Litsäule positioniert hatte, ging es stetig leicht bergab und wie schön, der Wind im Rücken. Aber nach diesen 2,5 km war es aus mehreren Gründen dann nicht mehr so toll.

Startbereich der Tempostrecke
Startbereich der Tempostrecke

Lief ich diese ersten KM mit einem sehr lockeren Schritt, zwar mit Sicherheit zu schnell, denn Robert und Co waren gerade mal 100 m vorne weg. Nach der Wende waren dann die Bedingungen mit verkehrten Vorzeichen, Wind voll auf die Nase und jetzt ging es bergan!

Das war allerdings nicht genug an Unangenehmen. Kaum zu glauben, aber kaum den richtigen Tritt gefunden, meldete sich mein Darm. Ich dachte, ich werd nicht mehr, das darf nicht sein, ich war ja schon. Nur leider davon hielt mein Körper nicht sehr viel, ganz im Gegenteil. Der Drang wurde immer heftiger, mein Tempo entsprechend langsamer. Das Zusammenzwicken hatte keinen guten Einfluss auf Tempo und Schritt. Das Böse war aber, dass wir auf einer Nebenstrasse liefen und somit von einigen Zuschauern angespornt, beobachtet wurden. Das führte zwangsläufig zum Dilema, wohin???

Der Schweiss stand mir auf der Stirn, und ein Läufer nach dem Anderen zog an mir vorbei. Erst im letzten Drittel des zweiten Streckenabschnittes fand ich eine Lücke, um mich zu erleichtern. An diesem Tag hatte ich das Pech gepachtet. Ein weiteres Malleur fügte sich beim Hosenrunterziehversuch dazu. In der Hektik verknotete sich mein Hosenband und die Panik verdoppelte sich. Mitlerweilen war das Ziel eine gute, sehr gute Zeit auf den Asphalt zu drücken, dahin. Leichte Resignation machte sich breit, doch so leicht wollte ich nicht aufgeben. Wieder auf der Strecke versuchte ich doch noch ein paar Meter gut zu machen. Leider ohne Erfolg, ganz im Gegenteil, eher überdrehte ich, als dass ich da noch etwas retten konnte. So gab ich mich dem Schicksal hin, versuchte nur mehr einen ordentlichen Lauf hin zu bekommen, was mir dann auch noch dank zweier Laufkollegen gelang.

Am Abend wurde es dann offiziell, das Abkacken war bestätigt. Ich lag nicht nur meilenweit von meiner Vorgabe weg, sondern die Zeit war alles andere als gut. Daran war nun mal nix mehr zu ändern, die Woche hat aber erst begonnen, zum Verbessern bin ich ja hier! 😉

Garmin Connect

Trainingsprotokoll – Tag 74/18.3.2013 – Tag 2

Wie jeden Tag, morgens ist Gymnastik und der obligate Nüchternlauf. Man gewöhnt sich daran und das anschließende Frühstück scheckt dadurch um so besser.

Morgengymnastik
Morgengymnastik

Das Wetter war wieder ein Traum, kein Wind Sonne pur, 🙂 Am Pool war relativ wenig los, ausspannen war angesagt. Mit Alex und Markus die Wärme genossen, bei Kaffee und sonstigen Köstlichkeiten total entspannen und Kraft tanken. Was will man mehr. 🙂

Abends um 16;30 hieß es wieder die Schuhe schnüren, es geht auf die extensiven Runde. Klaus (Stübinger) führte unsere Truppe an und es wurde, abgesehen von den ersten 3 Kilometern, ein sehr schöner Lauf. Gut 19 KM in der Natur in der Gruppe zu laufen, macht den Lauf sehr sehr kurzweilig, entspannt und schön.

Ausblick auf der guten Morgenrunde
Ausblick auf der guten Morgenrunde

Der Abend wurde dann noch mit den Läuferinnen und Läufer, bei netten, lustigen Gesprächen an der Bar bzw. in der Lobby verbracht und so den Tag ausklingen lassen.

Garmin Connect
Garmin Connect

Trainingsprotokoll – Tag 75/19.3.2013 – Tag 3

Vorhang auf, ohje, heute morgen ist es nichts mit Sonne pur. 😦 Schön aber, dass zumindest die Temperatur stimmt. Heute war wieder Carsten, der Physio dran. Und das hieß soviel wie Schuhe aus und Barfußgymnastik ist angesagt. 🙂 Genau das wo Alex voll Punkten kann, denn seine 4-Fingers haben eh schon keine Sohle mehr. 🙂

Anschließend ging es auf die morgendliche Nüchternrunde, diesmal mit Robert (Jäckel) als Zugpferd. Gemütlich ging es dahin, nur diesesmal habe ich die Runde um ein paar KM verlängert. Statt der obligaten 6-7 km habe ich den 10er vollgemacht. Es hat einfach viel Spaß gemacht. Ob es gut war, vor den nachmittägigen 4 x 3000 im HM Tempo (4:01), wird sich zeigen.

Sollte man eher meiden
Sollte man eher meiden

An den Morgenlauf und dem Früstück reihte sich nahtlos das typische türkische Hamam an. Entspannung total. Danach noch schnell eine aerotynamische Frisur verpassen lassen und ab um am Futtertrog noch etwas zu erlangen.

Ach ja, die Gruppen haben sich mitlerweilen um einige Teilnehmer reduziert. Der klassische oben-/unten Durchzug grassiert und rafft einen nach dem Anderen hinweg. Ein bis zwei Tage Pause ist dann angesagt. Hoffe nur, dass ich verschont bleibe.

Nachmittags-TE / 4 x 3000 m im HM Tempo

16:30 und mein Körper spürt schön langsam die doppelte Belastung von Morgen- und Abendtraining. Muskeln sind schon etwas müde und schmerzen. Hilft alles nix, jetzt heisst es sich für die 4 x 3000 m mit 1000 m TP zu motivieren. Markus ergeht es ähnlich, beide sind wir jetzt schon leicht gezeichnet.

Start war wieder auf der Nebenstraße, an der wir schon den 10er gelaufen waren. Peter hat noch ganz kurz den Ablauf erläutert, der soviel sagt wie, dass er nach dem ersten 3000er und den dadurch entstandenen Abständen die Meute in Gruppen teilen wird. Aha und ohje. Wo werde ich mich einreihen dürfen?

Als es los ging war für mich klar, eine 4:00 auf die 3000er will ich unbedingt. Unter diesem Motto pallerte ich los und siehe da, ich fühlte mich vom ersten Meter an sauwohl. Mitten unter den Topläufern, Ausnahme Robert, konnte ich mich festsetzen und das Tempo mitgehen. 🙂 Was ich da auf der Uhr erspähte war schon etwas beängstigend, aber PG sagte ja, in der Gruppe läufts anders. Und an dieses Motto klammert ich mich. Im 3:40 – 3:45ziger Schnitt ging es dahin. Einfach unglaublich wie gut es lief, jetzt blieb nur zu hoffen, dass das so weitergeht und ich nicht auf einen der nächsten 3000er abbrenne. Diese erste Runde führte dazu, dass mich Peter in die schnellste Gruppe hiefte und ich mit Robert, Wolfgang (Rühlemann), Carsten (Physio), Heinz, Jan und noch 3 anderen diese 3000er laufen konnte. Welch Ehre, das gab natürlich zusätzlich Motivation. Die Trabpause ist wirklich eine TP, die bin ich noch nie so langsam gelaufen.

Anschließend wieder Vollgas. Auch bei diesem 3000er das selbe Gefühl, es lief wie am Schnürchen. Nun wurde aber schon bei ein-/zwei in dieser Gruppe die Schritte und der Atem kürzer. Carsten (Physio) lies sich zurückfallen in die nächste Gruppe und stieg dann endgültig aus.

Sieht man mal von Robert ab, so konnte ich doch mit dem Rest gut mithalten. Zwar nicht vorne dran, aber so, dass ich kein Bremsklotz war. Etwa 5 Sekunden später lief ich auch diese 3000er durch. Wieder eine 3:45 Zeit war angesagt. Nun ja, das war schon mal nicht schlecht, und extrem fordernd alle mal, aber auf der TP konnte ich mich sehr rasch erholen, um dann für den nächsten Turn bereit zu sein.

Mitlerweilen hat sich ein weiterer Laufkollege aus unserer Gruppe verabschiedet, das Tempo war zu hoch.

Nun stand der dritte 3000er an und ich wusste, wenn ich diesen halbwegs rüber bringe, dann wars geritzt. Kaum alle zusammen wurde zur 3. Runde losgesprintet. Wieder das selbe Bild, Robert vorne weg und die Verfolger, na ja nicht direkt, hinter ihm her. Und wieder lief es gewaltig, fühlte mich weiterhin stark, dieses für mich noch nie gelaufene Tempo durchzuziehen. In dieser Runde duellierte ich mich wieder mit einem Mitstreiter. Der aber gegen Ende hin langsamer wurde und den vierten Turn überhaupt ausließ. Am Ende dieser Runde dann der Beweis, ich war wieder gleich schnell und nicht platt. Super, die 4. Runde kann kommen. 😉

In dieser letzten Runde ging es dann ab der Hälfte ordentlich zur Sache. Das Tempo von Wolfgang, Heinz, Jan und Co nochmals angezogen. Das ging bis KM 2,5 für mich noch ganz gut, aber bis zum Ende konnte ich dann nicht mehr ganz mit. Ich musste etwas abreissen lassen, was aber von der Distanz und von der Zeit her nicht sonderlich tragisch für mich war. Diese 4 x 3000 m waren meine besten die ich jemals gelaufen war, somit hochzufrieden und für mich bedeutet das sehr viel. Das Gefühl, ich bin bei den Rennhirschen abgekommen war schon erhebend. 🙂

Das Auslaufen, sprich zum Hotel joggen war begleitet von einer tiefen Zufriedenheit.

Garmin Connect
Garmin Connect + Garmin Connect

Trainingsprotokoll – Tag 76/20.3.2013 – Tag 4

Der heutige Eintrag wird ein sehr kurzer. 😦 Seit dem Abend geht es mir nicht besonders, dh keinen so rechten Hunger und ein komisches Gefühl in der Magengegend machte sich breit.

In der Nacht dann das was ich vermutet hatte, auch mich hat es erwischt. Bauchkrämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall waren nun meine TE. 😦

Heute entfällt das Training, muss schauen, dass ich noch rechtzeitig zum morgigen 35er auf die Beine komme.

 

Trainingsprotokoll – Tag 77/21.3.2013 – Tag 5

Nun, heute für mich einer der wichtigsten Tage dieser Trainingswoche, der 35er mit 12 EB. Laut Robert, Klaus und Peter und zusätzlich einigen anderen Laufkollegen ist die ausgesuchte Strecke eine sehr schöne (Alex wird das ja fototechnisch entsprechend dokumentieren), aber so wie hier die gesamte Region ist, kann es nur heftig werden. 🙂

Wegen diesem Lauf wurde auch das gesamte Vormittagstraining, also Nüchternlauf und Gymnastik, um dann auch entsprechend fit an den Start zu gehen.

Apropo fit.

Wie sieht es da bei mir aus, war ich doch eine Nacht und einen Tag hinüber. Vorn und hinten ging es rund, saft und kraftlos, auf gut deutsch im Arsch. Na ja, gefühlt war es ganz gut, sogar ein Frühstück hatte ich mir gegönnt und ganz klar die Devise und die Richtung auf 35 km ohne EB ausgerichtet. Zumindest wollte ich so viele KM machen wie nur möglich. Das ist eine Strecke, die nicht nur reizvoll, sondern vom Profil her schlichtweg eine Herausforderung ist. Peter hat sich da ein schönes Stück an Quälerei ausgesucht. 😉

Vor der Abfahrt zum 35er
Vor der Abfahrt zum 35er

Die Anfahrt zur Strecke musste zuvor mit einer guten Stunde Fahrt in Kleinbussen bewerkstelligt werden.

Carsten im klassischen türkischen Bus
Carsten im klassischen türkischen Bus

Dann endlich war es so weit, das Startgelände wurde erreicht und schon die ersten Meter haben optisch Respekt eingeflösst. Sind wir Weicheier doch schön flaches gewöhnt, so war hier schon gleich zu Beginn nichts zu sehen. Nun gut, dass es nicht flach ist, das hatten wir ja alle gewusst, das wurde uns ja im Vorfeld akustisch vermittelt. Mal sehen, wie man so schön sagt.

Eingeteilt wurden wir wie schon zuvor in den sogenannten Leistungsgruppen, die dann in Abständen von 10 Minten auf die Reise geschickt werden. Die Langsamsten zu erst und am Schluss dann die flotte Truppe der super schnellen Läufer.

Während der Warterei wurde einiges Geflachst, Erfahrungen über das Bevorstehende ausgetauscht und sich schon mal mental auf die Strapazen eingestellt. Für mir hieß es vorerst mal, meine aufkommenden starken Blähungen loszuwerden, wofür mir Markus nicht immer dankbar war. Es schien so, dass das gegessene, eh nur Weissbrot (Martin möge mir verzeihen), Marmelade, Obst und sonst eigentlich nichts, den Darm zu starker Tätigkeit veranlassete. Nichts beunruhigendes, zumal ich noch eine gute halbe Stunde zuvor in der Toillette für Reinheit gesorgt hatte. Trotzdem hatte ich ein komisches Gefühl, denn an so starkes Aufblähen konnte ich mich nicht erinnern. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, der hinter mir läuft tut mir jetzt schon Leid. 😉

Und los ging es dann, ca 12°° und gut 22° warm.

Eine schwere Strecke
Eine schwere Strecke

Für mich bedeutete das, dass ich schon mit Bauchkrämpfen am Start stand und dass ich zumindest da noch starke Hoffnungen hatte, dass sich diese Krämpfe durch die Bewegung dann lösen werden und sich in warme Luft auflösen werden. Mit Jochen als sogenannter Anführer und mit Markus an meiner Seite galt es nun gemeinsam diesen 35er zu bestehen.

Zwischenzeitlich waren jedoch auch nach gut einem Kilometer die Krämpfe nicht weniger, sondern fast schon unerträglich stark. Eine Krampfwelle nach der anderen durchströmte meinen Körper. Fast unerträglich stark. 😦

Markus merkte das, ließ sich zu mir zurückfallen und versuchte noch etwas mentale Hilfestellung zu geben. Für mich aber war ein Weiterlaufen unter diesen Bedingungen schier unmöglich. Bei KM 3,5 war der Entschluss gefasst, ich muss aussteigen. Die Krämpfe waren derart heftig, dass ich kaum Luft bekam, nicht wusste, sind es nur die Winde, oder bahnt sich da ein noch heftigerer Rückfall an. Da ich aber wusste, dass der erste Bus schon bei KM 5 steht, schleppte ich mich vorwärts. Dort angekommen war dann Schluss mit Laufen, allerdings nicht Schluss mit den Schmerzen. Was dann kam war eine 30 km Odyssey im Bus. Ich hatte solche Darmkrämpfe, dass ich dachte ich krepiere. Eine Welle jagte die Andere, sodass ich mich letztendlich am Boden liegend, die Beine in die Höhe streckend vor fand. Das war so die einzige Position, in der ich diese Krämpfe durchstehen konnte. Unglaublich und mit Sicherheit das Schlimmste, das ich seit ich denken kann, an Schmerzen ertragen musste.

Am Zielpunkt angekommen stürmte ich erstmal die Toillette, um einen Versuch der Entleerung zu starten. Ich wusste ja nicht, was dabei alles passiert. Zum Glück, weiterer Durchfall war es keiner, sondern wie ich richtig vermutete, reine Blähungen intensivster Art. Es dauerte weitere ca. 1 1/2 Stunden bis ich den größten Teil durch ständiges Herumspazieren und ….. loswerden konnte. Erst ab da wurde es besser und ich konnte wieder halbwegs mit den Laufkollegen kommunizieren. Zum Glück hatte ich eine sehr gute Betreuung im Bus, das hat zwar nicht direkt geholfen, doch beruhigt hat es mich schon. Auch die Anderen, Klaus, Carsten um nur die namentlich bekannten zu nennen, haben vorbildliche Fürsorge bewiesen, danke! 🙂

Zum Lauf kann ich daher nicht wirklich etwas sagen, nur soviel, er war knallhart, heiss, steil, extrem fordend und allen LäufernInnen die die sich das angetan haben haben meine höchsten Respekt. Allen voran dem Robert, der nicht die 35 km lief sondern die 40 km und das in einer 2:53. Am meisten verwundert war ich, dass ihm diese Strapazen kaum anzusehen waren. Auch weitere 3-4 Läufer hatten diese extra-KM gemacht, gewaltig!

Markus hielt wieder das was ich von ihm eigentlich erwartete. Er marschierte wie eine Eins, quälte sich und wurde letztlich auch mit einer tollen Zeit belohnt. Auf diesem Terrain eine 2:54 hinzulegen, mein lieber Frreund, das war saustark. Ich ziehe meinen Hut, bin mir nicht sicher, ob ich das auch im fitten Zustand so hinbekommen hätte.

Markus verging das Lachen nicht
Markus verging das Lachen nicht

Der Ausklang war dann die gemeinsame Forellenparty, ausgezeichnete gegrillte Forellen mit Salat und einem speziell zubereiteten Reis.

Auch den Alex darf ich natürlich nicht vergessen, wie könnte man auch, denn er war ja stets und überall present. Alex lief diese Tour ganz klar im alexiven Tempo, bewaffnet mit Kamera, um all die schönen Eindrücke auch digital einfangen zu können. Für mich besonders wichtig, da ich eigentlich nichts von dieser Landschaft mitbekommen habe, wie auch, lag ich doch fast 30 km am Boden eines türkischen Busses! 😉

Jetzt ist das natürlich nicht das gewesen das ich mir von diesem Lauf erwartet hatte, daher werde ich diesen höchstwarscheinlich am Sonntag nachholen und dafür den 18er am Mo spritzen. Diesbezüglich habe ich mich mit Robert unterhalten und er denkt das ist so OK, er würde das ebenso machen.

Garmin Connect

Trainingsprotokoll – Tag 78/22.3.2013 – Tag 6

Leider nicht ganz so wie in den Tagen zuvor das Wetter. Bewölkt aber warm, jedoch mit Tendenz zum Regen. Was sich dann auch gegen Mittag einstellte und es ordentlich windete und regnete. 😦 Aber wie so schön im Süden, es war nicht von langer Dauer, pünktlich zum Nachmittagsprogrmm zeigte sich wieder die Sonne, schön. 🙂

Nun, nach dem gestrigen Highlight waren heute zumindest der letzte Trainingstag mit Morgengymnastik und Nüchternlauf kein Problem. Wobei es nicht ganz passt und ich merke, dass der Magen/Darm noch kämpft. Aber zumindest konnte ich einen Aufwärtstrend feststellen. Somit werde ich am Nachmittag den extensiven Lauf dann als Abschluss nochmals geniesen und mit Wehmut an die nächste Trainingswoche denken. Schade, aber mehr als diese Woche war nicht drin, das nächste mal dann! 🙂

Flache Stellen waren Mangelware
Flache Stellen waren Mangelware

Zum Abschluss noch eine kurze Episode.

Der letzte Lauf für mich war ein Klassiker. 16:30, also wie immer und üblich sollten sich die Leute einfinden. Wer fehlte? Ich! Und warum? Na ja, meine Uhr zeigte halb 4, also genügend Zeit noch, oder doch nicht? Ach du meine Güte, 15:30 ist in der Türkei 16:30! Hieß soviel wie, im Turbotempo umziehen und nachdüsen. 😦 Die Strecke war mir ja bekannt, vielleicht konnte ich den ein oder anderen noch einholen, waren es ja gerade mal 13 Minuten, die ich verloren hatte.

Als Zielsetzung dachte ich mir, der Alex, wenn er nicht ein zu schnelles alexives Tempo anschlägt, den könnte ich noch erreichen, vielleicht. Aber dazu muss ich schon etwas auf das Tempo drücken, sonst wird das auf der 20er Runde nix mehr.

Und siehe da, nach gut 7 km war der Alex vor mir und ich nicht mehr so einsam. Dass wir uns auf dieser Runde verlaufen haben und dass wir noch zu rettern zweier Mädls, die sich in unseren Spuren ebenfalls vertan haben, das ist eine andere Geschichte! 😉

Danke Alex, es hat mächtig Spaß mit dir gemacht.

Garmin Connect
Garmin Connect

Fazit

Zusammenfassend möchte ich keine Minute missen, die Truppe rund um Peter und auch der Sir persönlich waren eine Klasse für sich. Zudem war es für mich eine persönliche Bereicherung mit so vielen unterschiedlichen Läufern zusammen zu sein, ohne dass auch nur die Spur einer Spannung unter den Läufern aufgekommen ist.

Ich habe auch einiges wieder für mein Leben gelernt, die Meisterung menschlicher Schicksale, der große Zusammenhalt und die immer gut gelaunte Läufergilde wirken unheimlich positiv. Ich bin froh und darf mich glücklich schätzen, wieder einige neue Lauffreunde kennen gelernt zu haben.

Danke Peter, es war kurz, zu kurz, aber ich komme wieder, keine Frage! 🙂

Kleine Diashow zum Abschluss

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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4 thoughts on “Trainingurlaub mit Peter Greif in Okurcalar/Türkei 2013

  1. Lieber Christian, toller Bericht mit allen Höhen und Tiefen. Lass Dich jetzt nicht hängen die letzten zwei Wochen vor Wien. Diese Depression ist normal. Der Schnee wird schmelzen und du wirst in Wien einen tollen Wettkampf ablegen. Darauf hast du dich ein ganzes jahr vorbereitet. Fahr Komplett runter gib Deinem Körper die Zeit zur Superkompensation. Dann wirst du sehen in Wien ist alles vergessen. Wir sehen uns in zwei Wochen in der alten Donau. LG Dein Martin aus Altrip

    1. Danke für deine Anerkennung!
      Ja ich denke das ist schon normal. Kenne dies ja schon, kommt immer wieder mal vor, ist halt momentan kein guter Zeitpunkt. Und wie du schon vorgeschlagen hast, ich werde meine Systeme schon früher zurückfahren als es im Plan steht. Ich bin ja nicht mehr der Jüngste, da brauchst doch den einen oder anderen Tag mehr zur vollkommenen Regeneration. 🙂

      Ich freue mich schon sehr auf unser Wiedersehen, kanns kaum erwarten.

      Frohe Ostern

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