Letzte harte Woche

Trainingsintensität  Bedeutung, Erklärung
EDL … Ext. Dauerlauf m. EB Extensiver Dauerlauf mit Endbeschleunigung

Trainingseinheit
35 km mit 12 km EB

Anmerkung
Wieder zurück in der Kälte wollte ich heute die 35 km mit EB nochmals versuchen. Damit es nicht so einfach wird, habe ich mich durch der Trainingsaufenthalt inspirieren lassen und das LB mit 3% Steigung unüblich viel voreingestellt.

Einstellung LB somit vom Beginn an 3%, sind dann ca. 900 HM

Mental, physisch
Wie schon erwähnt, die Kälte hier in den Alpen gefällt mir aber schon so etwas von gar nicht, so dass ich mich lieber in das Studio verdrückt habe und mir dort einen ordentlich abschwitze. Nachdem ich ja den Samstag nur mit regenerativen Reisen verbrachte, war der Sonntag dann ein willkommener Tag, um mich nochmals am 35er mit EB zu versuchen.

Meine mentale Verfassung würde ich nach so einem schönen 🙂 Trainingsaufenthalt als sehr gut bezeichnen. Körperlich habe ich noch nicht meine volle Leistung parat, heißt soviel wie, die Nachwirkungen des Virus sind immer noch vorhanden. Magen, Darm macht zwar keine großen Zicken, nur ganz OK ist es eben nun doch noch nicht. Wer leistungsorientiert trainiert, der weiß auch was das bedeuten kann, aber sei es drum, da muss man so gut es geht durch.

Vielleicht, oder wahrscheinlich sogar sicher, werden sich einige denken, spinnt der! Dies mag zwar nach aussenhin nicht unberechtigt sein, doch ich kenne meinen Körper sehr sehr gut und weiß was ich ihm zumuten kann und was nicht. Zudem ist diese Einheit eine Kerneinheit für Geist und Körper, dass ich diese schon deshalb machen möchte ist bei meinem Ziel auch leicht verständlich.

Gut, somit die Marschrichtung klar, ich werde die ersten 23 km in einen Steigerungslauf (5:00 – 5:10) verpacken und dann versuchen möglichst an die 4:10 – 4:15 ran zu kommen. Als ich die ersten paar Meter lostrabte, da hatte ich richtig schön schwere Beine. Nix von locker, nix von leicht war zu bemerken. Es lief würde sagen zäh. Erst so ab dem 5 – 6 km löste sich die Verkrampfung der Beine und ich konnte in einem schönen Flow übergehen.

Die eingestellten 3% Steigung machten sich aber doch schneller bemerkbar als ich dachte. Kurz hatte ich eine Rücknahme auf 2% und weniger gedacht, aber das ließ mein Sturschädel nicht zu. Die in der Türkei hatten auch keine Möglichkeiten dazu. 😉 Immer wieder bemerkbar machte sich mein Magen/Darm, der ständig vor sich hin maulte (krummelte) und ständig laute von sich gab. Machte nicht so den stabilen Eindruck, war aber kein Problem. Und da ich am SO praktisch alleine im Studio war, auch keine Belästigung anderer. 😉

Die Steigerungen verliefen allesamt recht gut, mein Körper und auch mein Geist schienen diese recht gut zu verdauen. Je näher ich aber der Marke von 23 km kam, desto mehr musste ich allerdings forcieren, zuvor hatte ich zu sehr geschlafen. In Summe ging es sich dann aber doch aus, den Vorgabebereich konnte ich einhalten. Nur hatte ich schon recht große Bedenken ob sich das ausgeht. Meine Beine und meinen generellen Allgemeinzustand würde ich da schon als leicht angeschlagen betrachten.

Kurz vor der EB machte ich noch eine Trinkpause, war doch einiges an Wasser von mir verpufft. Trinkpause bedeutet, Wasser mit Salz versetzt und ein kleiner, sehr kleiner Schuß Holundersirup zur Neutralisierung des Salzes.

Als ich dann begann auf die EB das LB hoch zu  ziehen ging es anfangs recht leicht und meine leichten Zweifel schienen unbegründet gewesen zu sein. KM 1, 2 und 3 flutschten, aber das war es dann. Zunehmend und recht rasch änderte sich das Bild. Jetzt trat ich in eine Phase des normalen Wahnsinns ein. Ab KM 4 ging es ordentlich zur Sache, das war Hardcore pur. Einiges schwirrte mir durch meinen sauerstoffleeren Schädel, von Tempo raus bis sofortiger Abbruch war alles vertreten. Meter für Meter boxte ich noch durch, absolutes Limit, um dann doch aufgeben zu müssen. Ich war flach wie eine Flunder, total blau gelaufen.

31 km mit 7 km EB, mehr konnte ich aus mir nicht rauslutschen. Na ja, mit der totalen Selbstaufgabe wäre eventuell noch 2-3 km gegangen, nur dann wäre ich nicht mehr stehend vom LB gestiegen, soviel war klar. Ich war zwar etwas enttäuscht, hatte mir mehr erwartet.

Fazit

Ich denke, ich habe mir in Summe zuviel vorgenommen. Zuviel, weil einiges gegen das Gelingen dieser TE von Vornherein gesprochen hatte. Sei es die Vorbelastung aus der Türkei, der Magen/Darmvirus bis hin zum Tempo bei dieser eingestellten Steigung. Ein weiteres ist derzeit leider auch present, ich vermisse den totalen Biss, den unbedingten Willen zur maximalen Leistungsbereitstellung. Wien ist ein sehr ambitioniertes Ziel das ich mir auferlegt habe, aber trotz guten Trainingsverlauf sacke ich motivationsmäßig immer mehr ab. Hoffe nur, dass ich das bis zum 14.4.13 noch entsprechend ändern kann.

Garmin Connect (Link)

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