ECSG – European Company Sports Game

Rückblick auf die Europäischen Betriebs Sport Spiele in Prag

Nun nach dem jetzt auch dieses Ereignis vorbei ist, gilt es mal wieder eine kleine Bilanz zu ziehen. Eine Bilanz der Woche des Sports und des Vergnügens. 🙂

Beginnen möchte ich mit dem weniger sportlichen Teil, wobei so eine Stadtbesichtigung bei Temperaturen jenseits der 35° im Schatten, dann doch eine gewisse sportliche Herausforderung darstellt.
Sonntag der 16.06.13 war Anreise, sollte doch die Zeit für die „Goldene Stadt“ ordentlich genutzt sein. Ja gut, der Sonntag war fast gelaufen, denn die Fahrt mit der Bahn war zwar lustig, dafür aber sehr lange. Der Großteil der Strecke, ab Linz, wurde nämlich mit der regionalen Rakete bestritten. Heisst soviel wie, stehenbleiben sobald eine Wiese, ein Acker oder Weg her ging. 😦 Jeder Misthaufen wurde als Station wahrgenommen und mit grauenhaft quitschenden Bremsen der Zug zum Stehen gebracht. Aber nicht jammern, wir hatten Spaß und das war das Wichtigste. 🙂

Somit hatten wir bis zur offiziellen Eröffnung der Spiele, Mittwoch abends, genügend Zeit. Diese wurde auch so richtig genutzt und nachdem das Wetter wirklich mal richtig sommerlich war, machte das natürlich noch mehr Freude. Unser Hotel lag wunderbar zentral, so dass wir mit wenig Zeitverlust mit den Öfis, oder sogar zu Fuß die turistischen Sehenswürdigkeiten erobern konnten.

Hier eine kleine Auswahl

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Nachdem mehr oder weniger das Stadtbesichtigen abgeschlossen war, die Sportstätten ausfindig gemacht und besichtigt wurden, war es Zeit für den Wettstreit mit Sportkollegen aus fern und nah. Wir waren ja zu mehreren Disziplinen angereist und somit auf ganz Prag bis nach Pilsen verteilt. Golf, Schießen, Tennis und für mich als Abschluss noch der HM.

Zu erst aber wollte ich mit meinen Sportfreunden mit dem Tennisschläger in der Hand für Furore sorgen. Nun ja, ganz so spektakulär war es nicht, aber doch eine tolle Sache. Leider hatten wir durch den letztendlich Viertplatzierten unseren Meister gefunden. Die französische Mannschaft war einfach eine Nummer zu groß. Da bekamen wir eine Lehrstunde verabreicht. Aber für das Viertelfinale hatte es zumindest gereicht und so konnten wir mit Platz 10 doch recht gut mithalten.

Die all abendlichen gemeinsamen Ausflüge in die Stadt waren immer ein Highlight, Prag ist eine irr tolle Stadt. Lebendig, modern und trotzdem kommt man sich in der durch den Krieg fast gänzlich verschonten Stadt in die Monarchie zurück versetzt. Auf alle Fälle war es jedesmal ein Vergnügen und Erlebnis diese Stadt zu erkunden. 🙂

Nachdem Freitag für uns als Tennisspieler Schluss war, ist für mich der Samstag dadurch wesentlich weniger stressig geworden. Hätten wir am Samstag noch spielen müssen, so wäre der HM dem Team geopfert worden. So aber konnte ich wieder einmal die Laufschuhe schnüren und an einem Wettkampf am Start stehen. Zugeben muss ich allerdings, dass mir die zwei Tage intensives Tennis bei Wüstentemperaturen körperlich doch einiges abverlangt hatten. Nicht konditionell, sondern vielmehr schmerzlich. Muskelkater in sehr vielen Regionen meines Körpers. Sogar das Knie (Partellasehne) zickte ganz leicht. Zum Glück hatten wir unseren Wunderphysio an Bord, der mit wenigen Griffen mir das Knie, die Sehne, wieder in die richtige Bahn gebracht hatte.

Und nicht verheimlichen möchte ich, dass ich am Samstag Morgen stark an einem Startverzicht gedacht hatte. Das morgendliche Frühstück war wie schon gesagt nur mit Muskelschmerzen zu konsumieren. Wenn nicht meine Freunde sich für den HM als Schlachtenbummler angesagt hätten, dann …. Ich weiß nicht ob …. 😉 So aber habe ich mir einen Ruck gegeben und meine Ziele einfach entsprechend milder definiert. So zwischen 1:38 – 1:45 und viel Spaß soll es sein.

Vorausgeeilt mit meiner Frau hatte ich noch das Prozedere der Registration und Einweisung zum Lauf überstehen müssen. Als ich dann die Nummer umgeschnallt hatte und die ganzen Läufer sah, da wurde es wieder wach, das WK-Fieber. Und nachdem noch am Frühstückstisch alles geschmerzt hatte, so waren die Schmerzen der Muskeln nur mehr wenig zu spüren. Das Adrenalien kam in fluss. 🙂

Da der HM nicht am 5 bzw. 10 km Start gestartet wurde, mussten wir noch einen guten KM Fußmarsch in den nahen Park absolvieren. Als es dann endlich los ging, war ich mehr als glücklich, dass ich hier und da in dieser wunderschönen Parkanlage meine Runden drehen durfte. Planmäßig hatte ich nichts gegenüber dem Vortag geändert, es soll ein Spaßlauf werden, ambitioniert schon, aber nicht auf der letzten Rille. Das wäre auch nicht ganz verträglich gewesen, denn mein Körper hätte da sicher nicht mitgemacht. So aber lief ich recht relaxt meine Runden, die Fans aus dem eigenen Lager abklatschend und den vielen unbekannten Fans mit einem lächeln im Gesicht und zuwinkend entgegen. Direkt vor dem Ziel standen dann alle meine SportkollegenInnen und ich klatschte noch alle Hände zum Dank ab.

Welch tolles Gefühl.

Letztendlich war ich wesentlich schneller als gedacht und geplant. Mit einer 1:31:08 lief ich als schnellster in meiner AK55 durchs Ziel und konnte mit dieser Zeit immerhin den 16. Gesamtrang erzielen. Zwar weit weg von meiner PB, doch ein guter Lauf, der mir trotz der Belastung der Tage zuvor und der Temperaturen gut gelungen ist.

Zum Vergrößern das Bild anklicken.

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4 thoughts on “ECSG – European Company Sports Game

  1. Toller Bericht und tolle Bilder – ein dickes Lob dem Onkel Paul!!
    Eine Anmerkung habe ich aber,…… noch eine weiße Hose und du wärst ab sofort Dr.C. Run ;-))

  2. Tolles Erlebnis, sehr schön beschrieben. Und das Wettkampfgen war auch dabei! Gratuliere Dir. NUr die Zielverpflegung scheint furchtbar gewesen zu sein, wenn man den Blick von Dir sieht 😉 Bei Durchsicht der Fotos fällt ausserdem auf, dass ein Tiroler in jeder Situation eine gute Figur macht – sowohl in Lederhosen-Tracht, als auch als RedBull-Werbestatue ;-)))))))

    1. Ja stimmt, das hast du richtig gesehen. Generell war die Versorgung nicht nur dürftig, sondern schon sehr mangelhaft. Mehr als die paar Apfelspalten und Wasser gab es nicht.
      Das war aber kein sehr großes Problem gewesen, denn direkt daneben war ein Stand, da bekam man das alkfreie Bier um umgerechnet 80 Cent. 🙂

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