Und wenn sie auch noch ambitioniert unterwegs sind dann umso mehr.

Na klar, wer ambitioniert zur Sache geht der muss ordentlich trainieren und das ist nicht immer ein Vergnügen.

Ambitionierte Läufer sind ständig kopfschüttelder Kritik und Unverständnis der unsportlichen Masse ausgesetzt. Ständiges Rechtfertigen obwohl man das garnicht nötig hätte, das nervt gelinde gesagt.

Und ambitionierte Läufer machen sich ständig selbst das Leben schwer, in dem sie sich immer wieder über das Training, dem gesteckten Ziel und je näher der Wettkampf kommt, über mögliche Verletzungen das Hirn zermartern.

Apropo gesteckte Ziele, da habe ich schon ein solches Problemchen.

War es bis vor Kurzem noch klar, dass der VCM das läuferische Highlight in 2015 werden soll, so ist es seit meinem Skiurlaub und der nötigen Muse nun doch etwas aus meinem Fokus gerückt.

Warum?
Wie eventuell einige, die meinem Blog ein wenig folgen wissen, hatte ich seit Ende 2013 doch einiges an „Problemen“ wegzustecken und zu verdauen. Heisst soviel wie „kein geregeltes Training, viel Unsicherheit und eine Menge Kopfweh wie es weiter gehen soll bzw. kann“. Nun ja, das ist jetzt nach der OP um einiges besser geworden, die Trainingsintensität hat zugenommen und auch die Zuversicht steigt stetig an, aber wir alle kochen nur mit Wasser und können keine Wunder bewirken.

Im meiner ersten Euphorie und meinem zwanghaften Optimismus folgend, hatte ich unbedacht des Aufwandes und meiner mentalen Fähigkeiten mein Ziel für die Rückkehr im Frühjahr 2015 etwas hoch gesteckt, etwas zu hoch würde ich sagen. In der Gesamtheit der Situation habe ich immer nur die mechanische Komponente gesehen, nie die Mentale. Und da liegt der Schweinehund begraben. Das Wellenbad der Gefühle, die Ängste, die Ungewissheit über das was man da tut macht mir auf meinem Weg zurück ganz ordentlich zu schaffen, was den Schluss zulässt, dass ich da zeitlich ein „mehr“ an Geduld aufzubringen habe. Solange noch nicht alle medizinischen Tests und Untersuchungen abgeschlossen sind, meine Leistungsdiagnostik sich im Kasten befindet, solange ich nicht zumindest zu 99% das „Go“ vom Daktari bekommen habe, solange wird das ein geistiges Martyrium, das mich nie und nimmer auch nur annähernd an vergangene Tage anschließen lässt. Ob das jemals überhaupt wieder gelingen kann, das ist generell die Frage, denn man wird bekanntlich ja nicht jünger! Aber ich denke, damit kann ich leben. 😉

Somit ist klar, meine Ziele werden entgegen meiner ersten euphorischen Aussage etwas zurückgenommen und auf ein machbares Ziel reduziert. Wie dieses Ziel dann letztendlich aussehen mag, das wird sich bis Ende März hoffentlich herauskristalisieren. Eines ist aber jetzt schon klar, der VCM wird als Aufbau für mein Trailabenteuer im Karwendel dienen, denn da will ich nicht Letzter werden. 😉

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