So, nun wird es langsam ernst. In vier Wochen startet der Countdown, fällt der Startschuss zum 32. Vienna City Marathon, ist der Zeitpunkt gekommen wo ich Farbe bekennen muss. OK, so schlimm wird es nicht werden, denn dazu war meine Vorbereitung nach der Misere von 09/2013-09/2014 zu kurz, zu wenig strukturiert, einfach zu relaxt. Aber in Anbetracht der Fortschritte bin ich trotzdem optimistisch, dass es gar nicht mal so schlecht werden kann.

Kann, ja das ist das Zauberwort.
Vor dieser Zeit war das „Kann“ keine wirkliche Möglichkeit, eher ein Ausdruck von Resignation. Ist zwar sehr unbescheiden, gebe ich zu, war aber Realität und entsprach meiner Einstellung zum Wettkampf. Meine Denke hat sich damals eben in anderen Sphären abgespielt, denn da war hartes, sehr hartes  Training der normale Wahnsinn und Alltag. Hat aber mächtig Spaß bereitet, war nie Zwang, ok, hie und da schon mal, aber immer positiv besetzt.
Jetzt sieht das Ganze etwas entspannter aus, wobei ich mich schon wieder in Ansätzen erwische, wie ich gedanklich die Zukunft mit dieser Trainingsintensität im Kopf ablaufen lasse. Aber das sind nur relativ kurze Momente, noch ist das „vernünftige, angepasste Training“ im Vordergrund. Und das ist gut so.

Jetzt vier Wochen vor dem VCM habe ich wie immer eine Leistungsschau in unserem Kompetenzzentrum, in der ISAG, durchführen lassen.

Warum mache ich das?
Nun eines steht fest, wer seinem Körper besondere Leistungen abverlangen will, der sollte auch darauf schauen dass er diesen Anforderungen auch gewachsen ist. Ich für meinen Teil habe mir das immer gegönnt und ich denke das bin ich ihm, meinem Körper, einfach schuldig.

Diesen Montag war es wieder so weit, die Leistungsdiagnostik stand an und sollte etwas Licht ins Dunkel bringen.

  • Wie habe ich unter diesen Umständen trainiert?
  • Bin ich gesund genug, um diese Herausforderung anzunehmen?
  • Kann ich es wagen den WK doch etwas ambitionierter anzugehen?
  • ……….

Fragen über Frage, die es zu beantworten galt.

Fazit, es ist kaum zu glauben, aber es bewahrheitet sich immer wieder, der Körper vergisst nichts! Mein Zustand, meine Fitness ist zwar nicht mehr die sie einmal war, geht auch nicht, denn da sind über 4000 Trainingskilometer die mir fehlen. Aber unter diesem Aspekt kann ich nur zufrieden nicken und mit Zuversicht die letzte vier Wochen bis zum Start angehen.

Ach ja, letzte vier Wochen. Werden schwer im Sinne von Training und Vorbereitung, denn nach der vorwöchigen Entlastungswoche geht es kommenden Samstag gleich auf eine Kulturreise Richtung Zypern. Und da wird es mit Sicherheit extrem schwierig ein entsprechendes PG-Training durchführen zu können. Aber was soll’s, irgendwie werde ich schon Wege und Mittel finden, um nicht ganz ohne ein paar Trainingsläufe die Heimreisen antreten zu müssen. 😉

In diesem Sinne verbleibe ich mal mit großer Zuversicht.

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