Nach dem Verdauen des Wienmarathons und seinen Begleiterscheinungen (Glücksgefühle), ist es wieder Zeit an die nächsten Schritte zu denken. Jetzt habe ich mich mal in eine ausführliche Regeneration begeben und das Erlebte in einer persönlichen, innerlichen Nachbearbeitung aufgearbeitet.

Es waren viele fruchtbare Stunden im Training und letzlich im WK, die mich wieder ein großes Stück weiter gebracht haben. Weitergebracht im Sinne von Erfahrungen. Erfahrungen im Umgang mit Krisen, persönlichen Leiden und dem verlieren der Unbesiegbarkeit. Ja das klingt schon eigen, Unbesiegbarkeit. Aber so habe ich dies doch irgendwie empfunden. Nichts konnte einen ausgezeichnet trainierten Körper, einen nach allen Regeln der Kunst gestählten Körper aufhalten und zurückwerfen. Nun ja, ich wurde geläutert, aber auch zugleich auf einen neuen guten Weg geführt. Auf einen Weg, der mir Demut lehrte und mir das als selbstverständlich Vorausgesetzte ins rechte Licht rückte.

Nun wie geht es weiter?

Erst einmal geht es nicht so gehetzt wie in den Jahren zuvor weiter. Etwas mehr Ruhe, etwas mehr Entspannung und Gelassenheit, ohne das nächste Ziel aus den Augen zu verlieren, ist angesagt.
In 14 Tagen werde ich die Gelegenheit bekommen, meinen Körper, meinen Geist wieder ordentlich auf Vordermann zu bringen und zugleich werde ich versuchen mich auf das neue Ziel mental und körperlich einzustimmen und erste Schritte setzen.

Die neue Herausforderung, Geländelauf pur! Der Karwendelmarsch (Lauf) mit beinahe 2300 HM und 52 km Länge steht auf meinem Speiseplan. Ein Ding, das ich erstmal mental auf die Reihe bringen muss, denn ich und Gelände, na ja. Und wenn sich das Ganze auch noch wie ein Lauf anfühlen soll, dann … ach du liebe Not. Aber bis es soweit ist fließt ja noch einiges Wasser den Inn hinunter, kann ich mich ja noch sehr oft für diese Entscheidung selbst Ohrfeigen. 😉

Bis dahin gedenke ich aber doch noch den ein oder anderen Lauf (Pitztaler Gletscher Marathon, Ganghofertrail) zu integrieren. Abwechslung soll ja immer positive Auswirkungen auf das zu erreichende Ziel haben.

Aber, und das ist mir ganz wichtig, nicht alles auf Biegen und Brechen. Es muss sich immer gut anfühlen! 🙂

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