Entgegen so vieler, schreibe ich nicht so oft über dies und das, über Trainingseinheiten die ich (fast) täglich abspule, oder sonst etwas. Das habe ich schon hinter mir und nimmt mir nur die Zeit die ich brauche, um den Rest des Tages sinnvoll zu nutzen. Aber hie und da ist es schon notwendig, wieder einmal etwas von sich zu geben. So auch heute.

Warum ausgerechnet heute?

Tja, das kann ich garnicht sagen, ist mir beim heutigen Lauf einfach hochgekommen. Mein ICH meinte, he du, wie wäre es, mal wieder der Welt zu sagst wie es dir geht, was du vor hast und wo es mit dir hingeht. Okay, okay, soll so sein.

Also das für 2016 besiegelte Ziel ist ja allgemein bekannt, der Weg dort hin ist gepflastert mit einigen TE’s (Trainings) und Schweiß. Die selbst auferlegten Ziele zwar nicht sonderlich spektakulär, aber trotzdem fordernd genug, um mir ein wenig Druck zu machen. Das hat dazu geführt, dass ich heute erstmalig seit gefühlter Ewigkeit wieder etwas länger und flotter meinen Allerwertesten über Asphalt, Stock und Stein bewegt habe. Und was soll ich sagen, es war grandios. Glückshormone zuhauf und das ist gut so.

Aber warum war das heute so?

Nun ich würde ganz einfach mal der Einstellung zum Training das unterschieben. Heute bin ich nicht mit einem ich „muss“, sondern mit einem ich „kann und darf“ losgerannt. Das ist in meinen Augen ein gravierender Unterschied und ist nicht so selbstverständlich, wenn man etwas die Augen öffnet und das sieht was rundherum abgeht. Das Gefühl mich in der Natur frei zu bewegen, die kalte Luft in mich aufzusaugen und jeden Schritt einfach genießen zu können, das war Adrenalin genug, um mir ordentliche Beine zu verpassen.

Was habe ich nun weiter vor?

Vorerst möchte ich dieses Jahr mit möglichst vielen KM als Grundlage abschließen. Ich denke so ca. 3500 werden es werden und damit bin ich dann zufrieden. Hätte ich vor einem Jahr nicht für möglich gehalten. Weiters steht der Umfang und das Tempo bis zum Jahreswechsel an. Heisst, dass sich mein Grundtempo so auf eine 5:15 min/km einpendeln sollte und der Umfang beim Langen auf problemlose 35 km hochgezogen wird. Das wird notwendig sein, um das Training in 2016 dann auch entsprechend abarbeiten zu können. Ist mit Sicherheit eine Herausforderung, denn ich habe mich ja freiwillig mit 4 Laufeinheiten eingebremst. Das ist nicht gerade viel für eine Vorbereitung auf den Marathon und schon garnicht, wenn die Zielzeit so um die 3:20 sein soll. Aber wie heisst es so schön, schauen wir mal. 😉

Alles zusammen würde ich als sehr positiven Verlauf sehen, die Trainings werden immer besser, meine Zwischenziele immer leichter zu erreichen und der Optimismus ist steigend. So stark sogar, dass ich mir überlege, nicht doch die Reise nach Rodgau zum Ultra Marathon anzutreten. Diesen mit meinen Kollegen als Trainingslauf zu genießen und so meine Motivation zusätzlich zu stärken. Also, ich denke, das sagt schon einiges aus. 🙂

Jetzt heisst es mal dran zu bleiben und einen Schritt vor den anderen setzen. Der Rest wird sich dann von alleine ergeben.

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