Endspurt

So, nachdem es hier schon einige Zeit recht ruhig war, ein sogenanntes „Schweigen im Walde“, ist es nun so weit und ich melde mich wieder einmal zu Wort. Diese kurze Auszeit hatte ich einfach gebraucht um über einiges nachzudenken und mir Klarheit zu verschaffen, und das ist mir auch gelungen.

Endspurt, so mein Blogtitel, hat nichts mit finalem Einlauf am Ende eines Wettkampfes zu tun, sondern vielmehr mit meiner stetigen suchen nach neuen Herausforderungen.

Mit Endspurt bezeichne ich das Ausklingen von Teilnahmen an Langstreckenbewerben, wie Ultras und Marathons, als auch das gezielte Vorbereiten auf lange geplante Wettkämpfe.

Ja liebe Läufergemeinschaft, es ist in den letzten Wochen und Monaten einiges zum Nachdenken gewesen. Nachdenken über die Art und Weise, wie ich meine sportliche Zukunft, wie ich mein Läuferleben gestalten will. Das Ergebnis war relativ ernüchternd aber klar, eben ein Endspurt.
Ein Endspurt in Sachen Wettkämpfe, in Bezug auf Marathon. Die vielen Stunden, die vielen emotionalen Momente im Trainings als auch im Wettkampf, ich will keine, absolut keine missen. Es war immer ein Abenteuer und eine Reise mit ungewissem Ausgang, aber es hat sich immer gelohnt. Ich durfte jede Menge über mich, über das Leben neu erfahren, konnte sehr viel lernen. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn ich diese Zeit nicht gehabt hätte. Dafür und für vieles hier nicht aufgezählte bin ich enorm dankbar.

Warum?
Das ist eine Frage die für mich nicht so einfach zu beantworten ist, die ich mit ein zwei Sätze nicht beantworten kann. Es ist nur so, ich bin ein Wettkämpfer, der die Konfrontation mit mir, mit der Zeit und mit meinen Gegnern sucht. Dies ist aber nur möglich wenn man (ich) auch zu 100% das Gefühl habe, das kann ich auf die Reihe bringen. Ich kann mich zu 100% darauf fokusieren, meine Einstellung zum Training danach ausrichten, auch mein Umfeld das mitträgt und ich das Gefühl habe 100% alles geben zu können. Und genau das ist es was nicht mehr der Fall ist.

Heisst, der Marathon am 17.04.2016 in Hamburg wird mein letzter Auftritt diesbezüglich sein. Ich denke, ich werde versuchen diesen zu geniesen, dieses Feeling in mich aufzusaugen, sofern dies überhaupt möglich sein wird, aber er wird auf alle Fälle meine Abschiedsvorstellung in dieser Disziplin werden. Ob ich jemals wieder an einem Start zu einem M stehen werde, das kann ich nicht sagen, kann ich aber auch nicht ausschließen.

Ausschließen kann ich, dass ich den gebuchten Start beim FFM in Anspruch nehmen werde. Wer also einen „sehr günstigen“ Startplatz beim FFM braucht, der kann sich jederzeit melden.

Was heisst das für mein Läuferleben?
Eigentlich wenig bis nichts, denn meine Laufschuhe werden immer und überall present sein. Laufen gehört zu meinem Leben, Laufen ist ein Teil meines Lebens.
Auch dass ich bei dem ein oder anderem lokalen WK teilnehme, will ich nicht ausschließen, aber dann unter ganz anderen Gesichtspunkten. Zeit, Rang und Ehre sind da keine Motivation, nur der Spaß dabei gewesen zu sein zählt.

Auch werde ich noch eine Zusammenfassung meiner Laufjahre, meiner Erfolge und Misserfolge, Trainingserfahrungen etc. in einer Art Bilddoku hier zum Besten geben.

Wie gehts mit diesem Blog weiter?
Ich werde ihn weiter führen, es wird halt nur mehr über allgemeine „Läuferweisheiten, Tests von Materialien, Tipps zu WK oder Training, etc…..“ zu lesen sein.

Was mir jetzt noch bleibt ist, danke zu sagen. Danke, dass ihr hie und da mitgelesen habt und dass ihr das ein oder andere aufmunternde Wort mir auf diesen Weg zukommen habt lassen.

Danke!

 

 

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17 thoughts on “Endspurt

  1. Was soll ich sagen,…
    auf der einen Seite schmerzt es mich auf der anderen Seite verstehe ich.
    Du musst es niemanden mehr beweisen das hast du in den letzten Jahren mehr als genug.
    Mir bleibt der Trost dass du mir als Laufpartner und Lebensberater erhalten bleibst – Danke hierfür!
    Markus

    1. Ich danke dir Markus!
      Und, du wirst mich läuferisch nicht los, als Begleiter auf der langen Tour, bei unseren Mittagsrun, Freitagsläufchen oder zu einem WK als Jogger oder Zuseher bin ich an deiner Seite. 🙂

  2. Lieber Christian,
    ich dääd sooch: dös bassd scho.
    Und in dä Liebesbeziehung zwischä uns zwee ännerd sich dodurch eh übähaubds nix 😉

    1. Hi Alex,
      ich weiß, ich weiß. Es ist ja nicht so, dass ich komplett untätig herumsitze, nur …. Ich denke du verstehst mich.
      Jetzt schau einmal, dass du wieder auf die beine kommst, wir haben noch etwas vor. 🙂

      1. Genau Christian … mööchlichereisä fohr ich mit mei Schauerrädle noäch Innsbruck.
        Kumm duä ich auf jeden Fall 🙂
        Wenn is scho widdä der Termin?
        Ich brauch jo sou ca. 3 Dooch hie und a widdä 3 Dooch zurück 🙂

    2. Mir ist lieber du kommst mit dem Zug und wir joggen gemeinsam den Pitztalmarathon, den Halben natürlich nur! 😉 Mit Andre‘, denn der ist da auch dabei. 🙂
      Anfang Juli wär es soweit.

      1. Oggidoggi Christian, ich duä wos ich konn.
        Ich bin seit än 17. November öbbä immer nu ken enzichä Meter gäjoggd.
        Desweechä muäss ich sou langsam a ämol die annerä Option in Bädrochd zieh.
        Is Fohrrodbegleitung auf dä Strecke erlaubt?

        1. Dass du keinen Meter gelaufen bist, des tät mich weniger bedenklich stimmen. Aber ob des bis dahin wird, ich denk des wirst du dann selber am besten wissen. Fahrradbegleitung? Ich würde mal frech sagen – ja! Zu erst gehts über Asphalt den Berg runter und dann teils auf Almwegen, teils wieder Asphalt bis ins Ziel.
          Bike hätte ich genug zur Auswahl. Alles bestens gepflegte Bikes und top für das Gelände. Also, ich denke, das geht. 🙂

          Hier der Link dazu: http://gletschermarathon.at/de/start/

          1. Kuul Christian, dann kumm ich mit dä Bahn und ho trotzdem alle zwee Optionä frei 🙂
            Ich ho nämlich om 4. Juli Oäwädds ä Konzert, vo doher hädd ich des mit än Fohrrod jo gor ned g’schafft.
            Ich muäss also om Sunndich Oäwädd … allerspätestens öbbä om Muändich in aller Herrgoddsfrüh widdä ab in Richtung Bad Schnüdelhausä.
            Wenn söll ich denn bei dir aufkreuz? Om Samsdich Middooch … Oäwädd … oddä scho om Freidich?
            Mit än Schauerrädle kumm ich dann ä anneres Mol zu dir 😉

  3. Tja, was soll ich dazu sagen? Jeder muss seine Entscheidungen treffen und du hast das sicher mit gründlichem Nachdenken getan. Dass du die Laufschuhe ganz an den Nagel hängst, hätte mich aber schon sehr gewundert. Keine Wettkämpfe mehr – kann ich gut verstehen! Eine Vorbereitung für einen Marathon ist schon etwas anderes, als „nur“ mal 10 km laufen. Und darüber hinaus werde ich wohl nicht kommen. Meine Ziele sind, einmal (oder vielleicht dann auch öfter) einen Triathlon zu machen (natürlich einen ‚Kleinen‘) 🙂

    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute, bei allem was du in der Zukunft so vor hast. Schade finde ich, dass wir uns vermutlich in Ffm. nicht sehen und kennen lernen werden. Aber vielleicht liest du ja weiter bei mir mit und kannst so meine weitere Entwicklung verfolgen. Derzeit bereits ich mich mit einem Trainingsplan von Carsten Eich auf den ersten 10-km-Wettkampf vor. Bin selbst mal gespannt, wie es weiter geht.

    Also bleib gesund und sportlich und sei herzlich gegrüßt
    Robert

    1. Hallo Robert,
      du hast es genau richtig formuliert und ja, es ist schade, dass das mit FFM wahrscheinlich nichts wird. Ausser mein Freund Markus, und von dem gehe ich aus, steht am Start, dann bin ich sehr wahrscheinlich sehrwohl in Frankfurt. Also, dann könnte ich euch sogar behilflich sein. 😉 Und ja, ich werde klarerweise dir und den Blogs auf die Zeilen schauen, es interessiert mich immer, wie es denn euch so läuft.

      Dir auch alles Gute, das wird schon klappen, du bist auf einem guten Weg. 🙂

      Schöne Grüße aus Tirol,
      Christian

  4. Hallo Christian, Du läufst weiter und das zählt! Und warum sollten wir uns nicht einmal sehen? Dazu braucht es keinen WK! Herzliche Grüße und die besten Wünsche 🙂

    1. So ist es Martin Peter, alias MP, alias Machtin. Ja warum nicht, wenn Markus trotzdem in Frankfurt läuft, dann kann ich mir gut vorstellen, dass ich als moralische Unterstützung mitkomme! 🙂 Das wäre dann schon einmal solch eine Gelegenheit! 🙂

      Danke für die Wünsche. Ich wünsche dir viel Erfolg in Dortmund und eine Fabelzeit. Du hast viel drauf, musst es nur richtig abrufen. 😉
      SG aus Tirol

    1. Ja Silvia, schaut ganz so aus. 😦
      Macht mich auch traurig, denn dich und den Martin Peter hätte ich noch ganz gerne kennen gelernt und wäre gerne noch den einen oder anderen KM gemeinsam gelaufen. Sollte halt nicht sein. 😦

  5. Hallo Christian,
    das kommt für mich ein wenig überraschend, aber ist nachzuvollziehen. Ich habe ähnliche Gedanken und betrachte meine Teilnahme am diesjährigen Berlinmarathon ähnlich. Meine Krankheit vor zwei Jahren war eine Zäsur. Danach wird Laufen nie mehr so sein wie vorher. Ich werde es auch aus gesundheitlichen Aspekten weiter bertreiben, eben auch als Freizeitjogger. Wie so oft bist Du das Vorbild und machst den Anfang. Wir sehen uns am Freitag und können weiter diskutieren.

    1. Hi Martin,
      überraschend für Aussenstehende vielleicht, für mich hat es sich einfach abgezeichnet. Habe mir in den letzten Wochen viele Gedanken darüber gemacht, war hin und hergebeutelt. Letztendlich gebe ich ja nur den WK auf, nicht das Laufen als solches.

      Dass ich als Vorbild diene ehrt mich natürlich, aber du brauchst keines, du bist selbst ein Vorbild!

      Freue mich auf Freitag!!! 🙂

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