HM beim Pitztaler Gletschermarathon

Jetzt ist es schon eine Weile her seit dem ich ein Lebenszeichen von mir gegeben habe. Aber ja, es ist Auszeit, also Zeit ein wenig sich mit Sachen zu beschäftigen, die sonst zu kurz kommen. Urlaub zum Beispiel. 🙂

Zeit wearts, wie wir in Tirol so sagen. Zeit wieder einmal etwas von sich zu geben.

Nachdem meine Frühjahrssaison eigentlich schon abgeschlossen war, habe ich mich doch noch zu einem sommerlichen Läufchen, mit meinen Freunden aus fern und nah entschlossen. Andrè, Alex sowie Markus begleiteten mich zum Gletschermarathon ins Pitztal. Eigentlich ausschlaggebend für dieses Event war mein deutscher Freund Andrè, der sich vor geraumer Zeit dazu entschlossen hatte, bei uns in den Bergen seinen Urlaub zu verbringen. Inspiriert durch unser Karwendelabenteuer letzten Sommer, war der Achensee sein Ziel. Und wenn man „zufällig“ auch noch eine interessante Laufveranstaltung mitnehmen kann, na dann um so besser. 🙂
Nachdem für Andrè klar war, er läuft den Gletschermarathon, da war auch für mich klar, ich bin dabei. Nicht klar war, welche Strecke ich mir reinziehen werde. Das wollte ich erst nach getaner Vorbereitung entscheiden. Und diese war, na sagen wir mal mildernd, sehr bescheiden. Eigentlich nicht vorhanden. 😦
Meine Hobbys, Urlaub mit dem Bike und Urlaub mit Familie haben den Tatendrang und die Motivation stark negativ beeinflusst. Aber nachdem ich ja nie ganz untätig herumhänge, war klar, gelaufen wird, aber nur der Halbe, der geht sich aus

Und da war auch noch der Alex, seit einem Jahr praktisch ohne Training per Laufschuhe. Eine OP des Knies hat im da einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Beim Markus war es zwar keine OP, dafür doch einiges an Veränderungen, die konsequentes Training kaum zuließ. So war es dann, dass wir drei Halbmarathonis waren und nur der Andrè sich über 42km den Berg runter quälte.

So, 03.07.2016 – Wettkampftag
Nach dem vortägigen extremen Gewitter war die Wetterprognose nicht berauschend. Ok, wer braucht beim Laufen schon wolkenlosen Himmel und 30°. Und als WK-Wetter war es geradezu perfekt, bewölkt und beste Temperaturen beim HM-Start in Wenns. Ausnahme war vielleicht der Beginn am Start des Marathons in Mandarfen, denn da hat der Andrè seinen Angaben nach ordentlich gefroren. Wie man jedoch im Ziel erkennen konnte, hatte es aber keinen Einfluss auf seine gute Leistung. Wäre ja auch nicht so wichtig gewesen, die km waren für Andrè wichtig, weniger die Zeit. Ich denke, beides kam nicht zu kurz und im Ziel konnte man sich der stärker werdenden Sonne erfreuen. 🙂

Und der Alex hat seit …? ewig würde ich sagen, das erste mal wieder einen WK bestritten. Und das gleich so wie wir ihn kennen, gleich volle Kanne. Keine Gnade für die Wade (äh Knie).

Nach dem Kanonenschuss am Start sind Markus und ich wie immer und in „bewährter Manier“ zu schnell gestartet. Zumindest mir kam es zu schnell vor, denn das Tempo, diese Pace bin ich schon eine kleine Ewigkeit nicht mehr gelaufen. Aber was soll’s hab ich mir gedacht, wenn es hart werden sollte, dann steckst du zurück, wird schon schief gehen. IMG_0791
Zu meiner Überraschung jedoch, so richtig hart wurde es nicht, zäh auf der Waldpassage sehr wohl, aber erträglich und immer noch so, dass ich es genießen konnte und nicht am Zahnfleisch die km abspulen musste. Irgendwann setzte sich Markus dann doch einige Meter ab, aber nicht so, dass ich ihn aus den Augen verlor. Das war für mich immer so ein Anhaltspunkt was meine Pace betroffen hat. Nur urplötzlich war er weg? Das Rätsel war gelöst nachdem er hinter einem Stadl auf meiner Höhe hervor kam. Eh klar, der Darm. 😦 Nur Schade, dass ihn dies den verdienten Stockerlplatz gekostet hat. Ohne wäre er locker 2. in der AK geworden. Tja vers…..n würde ich sagen. 😉
Anscheinend ist dieses Manöver ansteckend, denn keine 500m weiter musste ich auch  diesem Drang nachgeben, nur bei mir hat es trotzdem gereicht.

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Sieg in der AK60

 

 

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Zum Abschluss möchte ich nochmals danke an die Jungs sagen, die diesen WK zu einem super schönen Tag werden ließen. Danke Andrè, danke Alex und danke Markus!

Es war mir wieder ein besonderes Vergnügen. Wieder ein phantastischer Lauf mit tollen Freunden.

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