Frankfurt ist Geschichte

Ja was soll ich sagen? Lange gekämpft und trotzdem verloren!

Dieser Herbst ist kein guter, der macht mir wieder das Leben ordentlich schwer. War der Plan noch anfangs des Sommer ganz klar und zielgerichtet auf das letzte große Event, so ist es seit 8 Wochen nur noch traurig und schmerzhaft. Schmerzhaft im wahrsten Sinne des Wortes.

Stopp, gehen wir mal an den Anfang zurück.
Begonnen hat diese Geschichte so gegen Ende Juni, Anfang Juli. Da war, obwohl noch im lockeren Trainingsmodus unterwegs, hie und da an der linken Hüfte ein nicht ganz definierbarer Schmerz. Nur kurz, aber da. Ok, das kann schon mal vorkommen, dass es irgendwo zwickt, muss ja nix heißen. So ging es dann stetig dahin, immer wieder einmal kurze unangenehme Stiche und in weiterer Folge vermehrt Nachwehen in Form von ziehen in die Oberschenkelmuskulatur hinein. Aber was hat das schon zu bedeuten, gibts immer wieder einmal, wird schon vergehen.

So vergingen die Tage, immer öfter mal mit Trainingspausen die ich eigentlich so nicht geplant hatte. Mal lief es besser, mal garnicht. Anfang September war klar, so kann es nicht weitergehen, dem musste auf den Grund gegangen werden, zumal ich nach längeren TE’s ordentlich Schmerzen bis ins Knie hinein hatte. Und auch die Beweglichkeit ließ mehr als nur zu wünschen übrig. So beschloss ich kurzerhand meinen Doc doch intensiver zu befragen. Der erste Besuch bei ihm war recht klar und ernüchternd. So wie es aussieht habe ich mir ein „Impingement„, ein sogenanntes Einklemmsyndrom zugelegt. Aber genaueres soll ein Röntgen bzw ein MRT ergeben.

Gesagt getan.
Am 22.09. hatte ich alles im Kasten und ging zur Befundbesprechung. Klar hatte ich mir schon im Vorfeld gewisse Informationen diesbezüglich einverleibt und auch schon weitere Maßnahmen im Kopf durchgespielt. Aber mal schauen was nun der Doc so zu sagen hat. Und ja, der hatte einiges zu sagen.
Die erste gute Nachricht war, mein Hüftgelenk ist kaum geschädigt, nur eine leichte Arthrose, nix bedenkliches.
Zum Impingement ist nur zu sagen, dass es zwar vorhanden ist, aber so gering ausgeprägt, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass dies die Ursache meiner Schmerzen darstellt.
Die letzte und entscheidende Nachricht war, ich habe ein großes „Ganglion (Überbein, Zyste)„.

Ok, was heisst das?
Es heisst, es ist allemal besser als das Impingement, aber nicht gut für mein Vorhaben. Kann man punktieren, was ich auch am 21.10. durchführen lasse, aber sonst?

Training/Wettkampf?
Seine Aussage dazu war, wenn du es aushältst, dann lauf. Du wirst selbst sehen ob es geht.

Und ja, es geht nicht! 😦

Das Herz blutet mir sehr, aber alles nützt nichts, denn mit einer bzw. keiner halbwegs guten Vorbereitung gehe ich nicht an den Start. Ich will nicht einer der zig-tausenden Marathonis sein, die am letzten Zacken nach 5 Stunden plus durchs Ziel hatschen. Sorry wenn ich das so formuliere, aber ich habe schon zu viel gesehen und das tut mir schon beim zusehen weh.

Jetzt habe ich den Plan in Frankfurt meine Abschiedsgala auf der Marathonstrecke zu geben aufgegeben. Meinen Startplatz werde ich meinem Lauffreund Günter Schneider überlassen, er wird mich mehr als nur würdig vertreten.

Wie es weiter geht?
Mal schauen, denke aber meine Karriere wird auch noch 2017 andauern, denn so soll sie nicht enden.

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