Das war 2016

Zeit für eine kurze Bilanz und kleinen Ausblick

Nun gut, eigentlich habe ich mich ja gefragt, braucht es das überhaupt?
Macht es Sinn über etwas zu schreiben, wo gefühlt nicht viel Substanz zum Bilanzieren ist?

Und ja, so mickrig war es gar nicht, nur die Schwerpunkte und die mir selbst auferlegten Vorgaben als auch die eigenen von mir an mich gestellten Ansprüche waren nicht so wirklich im Einklang. Nicht desto trotz hat dieses Jahr im Nachhinein betrachtet genau soviel Spaß erzeugt als das Streben nach schnelleren Zeiten.

OK, grundsätzlich stehe ich weiterhin zu schneller, weiter, höher, nur eben etwas angepasster, etwas differenzierter als noch vor 2-3 Jahren.

Dass das so ist, das hat mit einigen Rückschlägen und Auszeiten zu tun. Gesundheitlich waren da doch einige Ereignisse, die ein Nach- bzw. ein Umdenken mit sich brachte. Ich möchte jetzt garnicht näher darauf eingehen, denn das wäre nur ein Jammern auf hohen Niveau und das will ich mir nicht zugestehen. Fakt ist nur, dass ich derzeit etwas ausgebremst bin und mit „Kleinigkeiten“ mehr Probleme habe als es mir lieb ist. Da ich jedoch als unverbesserlicher Optimist auf diese Welt gekommen bin, werde ich diese Phase auch überwinden. Die Gedanken, alles hinzuwerfen und in den läuferischen Ruhestand zu treten habe ich mittlerweilen schon mehrfach verworfen. Nur die Art und Weise gilt es noch zu finden, um den Spagat zwischen meinem innersten Antrieben stetig maximale Bestleistungen zu erbringen und dem Anspruch eines befriedigenden Abschneidens bei Wettkämpfen zu genügen.
Wird sicher eine Challange die ich noch auf die Reihe bringen muss. Dies alles unter dem Aspekt des „gesunden“ Sports, ohne das Letzte aus mir heraus zu pressen. Das ist, das muss Schnee von gestern sein und bleiben.

Für 2017 habe ich mir nicht mehr soviel vorgenommen wie noch 2016 und das hat einen einfachen Grund, mein Ganglion (Zyste) in der linken Hüfte ist sehr hartnäckig und verhindert ein regelmäßiges, gezieltes Trainieren. Das was ich derzeit, seit dem Spätsommer eigentlich,  so abziehe hat mit Training wenig bis nichts zu tun. Jetzt gilt es erst einmal dieses Ding da in den Griff zu bekommen. Daher wird meine Planung für Frühjahr ausfallen, erst im Herbst möchte ich ein größeres Event starten. Bis dorthin gebe ich mir Zeit bzw. wird es dauern bis ich wieder soweit bin. Sollte wider erwarten die letzte Option eine OP sein, dann….?

Zum Schluss noch eine kleine Zusammenfassung meiner Aktivitäten 2016 (nicht nur sportliche). Hat mich doch ein wenig überrascht, da ich läuferisch gar nicht soooo faul war wie vermutet. Einzig die qualitativen Einheiten entbehren eines gewissen Anspruchs um wirklich das Joggen vom Trainieren zu unterscheiden. 😉

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10 thoughts on “Das war 2016

  1. Eine stattliche Bilanz – eigenartig, was da immer zusammenkommt, wenn man meint, es wäre nicht so viel. Balance für Körper, Geist und Leben sind aber sicher das Wichtigste und die Gesundheit ist dabei ja nicht unwesentlich mit dran beteiligt. Deshalb alles Gute für das neue Jahr!

    1. Danke, 2017 muss sich kräftig anstrengen damit ihm noch etwas positives (sportlich) abgerungen werden kann.
      Ja da hast natürlich recht, Gesundheit ist „das“ Entscheidende.

  2. Danke, dass ich Teil Deines Läufelebens 2016 sein durfte! Mit dem Umfang hast Du doch eine solide Grundlage, von der aus Du sehr schnell wieder durchstarten kannst, sobald Deine Hüfte das zulässt. Wir sehen uns an der Startlinie.

    1. Brigitta, ich habe zu Danken, dass du dich mir/uns 2016 für Hamburg anvertraut hast und ich mit dir diesen Marathon gemeinsam bestreiten durfte. Es war mir eine besondere Ehre und Vergnügen!

      Wir sehen uns an der Startlinie, aber da läufst dann du für mich! 😉

  3. Hi Christian,
    bin neu in deinem Blog, habe aber gesehen, das du mich verlinkt hast. Vielen Dank. Die Verlinkungen stehen bei mir auch noch auf der To-Do-Liste.
    Das sieht bei mir ähnlich aus wie bei dir. Nach meiner Verletzung vor zwei Jahren (Längsriss der Peroneus Sehne) hatte ich mich wieder an ähnliche Zeiten heran gekämpft. Aber an einen Marathon war einfach nicht zu denken. Bei einem Marathon Start sollte auch eine ordentliche Zeit rauskommen, ok, Bestzeiten werde ich sicherlich keine mehr erreichen, aber da bin ich ähnlich gestickt wie du.
    Ich drücke dir die Daumen, dass das bald wieder richtig „läuft“ bei dir. Ich werde die „verfolgen“ 😉

    VG Kay aka Laufmeister

    1. Hi Kay,
      ja ich lese bei dir immer, na ja meistens alles mit. Beeindruckend.
      Es ist schon irgendwie ein Dilemma und frustriert mich doch, aber denke das kennst du ja. Wobei das Thema BP würde ich in deinem jugendlichen Alter nicht ad acta legen, da geht sicher noch einiges. 🙂
      Ich für mich muss jetzt jeden Schritt gut überdenken, um dann auch das Ziel, wieder ordentlich trainieren und gute Zeiten mit viel Spaß einfahren zu können, zu erreichen. Das ist meine größte Herausforderung da sehr ungeduldig. 😦

      Freut mich dich hier auf meiner Seite vorzufinden. Alles Gute und ich bleibe auch auf dem „Laufenden“!

  4. Hi Christian, bei mir sieht es ähnlich aus. Komme auf 1665 km. aber immerhin wieder einen Marathon gefinisht und wieder Spaß am Laufen gefunden. Habe die gleichen Gedanken wie Du und tue mich schwer Ziele für 2017 festzulegen. Immerhin der Berlinmarathon 2017 ist gebucht und dieses mal möchte ich doch klar unter 4 Stunden bleiben, 🙂 In diesem Sinne wünsche ich Dir ein gutes Laufjahr 2017 und baldige Besserung mit Deiner Zyste. LG Martin

    1. Hallo Martin, ja wenn man bedenkt, dass es noch 2013 vor der OP ca 5600km waren, dann ist das natürlich nicht der Hit, aber anhand der Umstände doch passabel. 🙂
      Spaß am Laufen hätte ich genug, nur das wird jedesmal mit Schmerzen bestraft. Aber ich brauche da viel Geduld, dann bekomme ich auch das wieder auf die Schiene.
      Ich weiß noch nicht zu was ich mich entschließe, denn der Fortschritt bestimmt das Ziel und daher ungewiss.

      Dir weiterhin alles Gute.

  5. Im nachhinein betrachtet wundert man sich oft, dass es gar nicht so wenig gewesen ist! Wenn ich mir deine Distanzen (mit Zyste) ansehe, bin ich aber schon sehr beeindruckt. Das ist doch eine ganze Menge – alle Achtung!

    1. Hallo Robert,
      nun ja, das ist wie alles im Leben relativ. Kommt drauf an was man damit erreichen möchte. Aber wie schon geschrieben, rein von den km her betrachtet, hätte ich weniger erwartet. Allerdings waren das mehr oder weniger hauptsächlich Jogging-km und wenig Trainings-km mit Würze.
      Aber es passt so, war unter diesen Umständen voll OK.

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