2017 ist gelaufen

Leider nicht ganz so wie ich das geplant und erhofft hatte.

Heute war der Tag-X wo ich mir ein letztes Bild vom Zustand meiner linken Hüfte machen konnte. Heute war der Tag der Entscheidung in welche Richtung es geht. Operation oder doch nicht?
Nachdem ich nach wie vor ständig mal mehr, mal weniger Hüftschmerzen verspüre und nach Belastung umso mehr war klar, das geht so nicht ewig weiter. Und heute früh morgens ging es zum Spezialisten in Sachen Hüfte und Impingement. Wie es der Zufall will war auch gleich der Chef höchstpersönlich anwesend und hat sich mir angenommen.  Schön, somit wird der Märztermin bei ihm hinfällig und ich kann jetzt schon alles mit ihm klären.
Und vorweg, wir hatten sofort die selbe Sprache. Er selbst Triathlet weiß was es heisst untätig herumzusitzen und Daumen zu drehen. Ein Klasse Typ, genau so wie ich mir das immer wünsche.

Die Diagnose und Zukunftsaussicht
Die war dann doch etwas ernüchternd und irgendwie deprimierend. Auch wenn am Röntgen alles ganz gut aussieht, so war das beim MRT leider nicht so. Einiges ist da im Argen und wenn es nach den Erfahrungswerten vom Doc geht, so bin ich früher oder später ein Träger von Ersatzmaterial, sprich künstlicher Hüfte.
OK, ich habe da rein gefühlsmäßig und aus Erfahrung mit anderen Körperteilen dagegen gehalten und als gute Chance gesehen, dass es bei mir nicht so sein wird, da ich an anderen Stellen auch schon maximale Verschleißerscheinungen habe und trotzdem mich keinerlei Beschwerden plagen.

Was ist nun die Konsequenz?
Nachdem ich mit ihm alles durchgekaut hatte war klar, wir machen es, ich gehe unters Messer und lasse mir das verdammte Ding wieder geradeschleifen, die Zystenreste rausschneiden und die Ausfransungen am Pfannenrand und die Unebenheiten am Gelenkskopf plankpollieren.
Mir ist jedoch vollkommen bewusst, dass alles Zusammen nicht zwingend die Heilung bzw. Problemlösung sein muß. Eine 50:50 Chance bleibt laut ihm über, es kann also zu 50% nicht zum gewünschten, zum erhofften Erfog führen. OK, so soll es sein, aber ich habe ein gutes Gefühl, dass es schon die Erleichterung und die Beschwerdefreiheit bringen wird!

Wie gehts weiter?
Nun, nachdem ich bis zum Sommer mit allerlei Vergnügungen zugepflastert bin, die Termine bei ihm selbst ebenfalls Mangelware sind, haben wir uns auf eine OP am 12.09.2017 geeinigt. Ab dann gilt es eine neue Zeitrechnung aufzustellen und mich ins Läuferleben zurückzukämpfen. Wird nicht einfach werden, da die OP kein Honiglecken werden wird und die Wiederherstellung minimum 2-3 Monate bei optimalen Verlauf betragen wird.
Bis zur OP kann ich auch alles machen (außer Bergläufe), soviel wie ich eben verkrafte (Beschwerden). Mal schauen ob ich mich dazu auch regelmäßig aufraffen kann. Derzeit ist mein Motivationspegel gleich  null. 😦

So, jetzt wisst ihr wieder mehr und auch wenn es nicht eitel Wonne ist, so bin ich doch zuversichtlich, dass 2018 wieder ein gutes (Lauf)Jahr wird. 🙂

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