Ich kann’s nicht lassen

Die Versuchung war zu groß

Jedes Jahr auf Neue, der Frühlingslauf hier bei uns in Innsbruck, im schönen Tirol.

Nachdem ich jetzt schon eine Weile einfach so in der Gegend herumjogge und mich frustriert durch die Gegend schleife, wollte ich nun wieder etwas Würze in den Laufalltag bringen. Das derzeitige Laufpensum ist gegebener Maßen doch seeeeehr bescheiden. Aber wie sagt man so? Kleinvieh macht auch Dreck. 😉 In diesem Sinne wollte ich wieder einmal etwas WK-Luft schnuppern, das Gefühl spüren wie es ist an einer Startlinie zu stehen und das aufgeregte Herumhüpfen zu beobachten. Zu gewinnen gab es nix, außer einen Blumentopf, den aber jeder Teilnehmer bekommen hat. 🙂 Auch eine offizielle Zeit für alle Teilnehmer gibt es nicht, jeder ist für seine „offizielle“ Zeit selbst zuständig. Jedoch das tut dem Ganzen keinen Abbruch, es ist immer eine schöne Sache, einige Lauffreunde/innen zu treffen, mit ihnen zu quatschen und vielleicht sogar den ein oder anderen KM gemeinsam zu laufen.
Die Distanzen (3/5/10/15 und 21,1 km) sind auch so gewählt, dass ein jeder der sich selbst die Schuhe binden kann daran teilnehmen kann. Für den einen mehr für den anderen weniger, ganz nach Belieben. Das wird auch entsprechend genutzt und so ist es immer eine recht ansehnliche Veranstaltung. So auch dieses mal. 🙂 Markus und ich legten uns gleich auf die 15 km fest, denn das war für mich gefühlt das Maximum an Länge das ich mir zutraue. Zumal ich auch noch die hin- und zurückjoggerei mit einplanen muss. So gesehen sind es dann eh wieder 19 km, also beinahe ein HM. 😉

Das Wetter war perfekt und die viele fröhlichen Gesichter trugen das ihre zu einem schönen Laufnachmittag bei.

Wie schon bei vielen Veranstaltungen, so war auch dieses Jahr mein Freund Markus mit von der Partie. Um 14:00 ging es von zu Hause aus im Aufwärmgalopp 2 km Richtung Stadtzentrum. Dort angekommen war schon ordentlich Betrieb, unser Marktplatz war fast voll.  Immer wieder ein gutes Gefühl so im Zentrum die Atmosphäre zu spüren, herrlich. Bis zum Start um 15:00 war dann noch genügend Zeit sich mit anderen Auszutauschen, zu schauen wer ist denn aller am Start und sich selbst Gedanken über den Ablauf zu machen. Nachdem ich mich ja mehr hatschend als laufend über den Asphalt schleppe sicher keine schwierige Aufgabe, langsam war die Devise. Einzig das Adrenalin, das auch bei so kleinen Läufen in den Adern verströmt wird muss kontrolliert werden.

Um 15:01 war es dann so weit,

die Meute wurde losgelassen und wie immer und überall, da wurde losgelegt als wäre der Teufel hinter einem her. Markus und ich mitten drin, aber extrem relaxt, eher so die Beobachterrolle innehabend. Nur aufpassen, dass wir keinem auf die Läufe steigen, oder wir selbst Opfer von Übermotivierten werden. Ging aber alles wie geschmiert und so konnten wir lockeren Schrittes im Getümmel dahingleiten. Gewöhnungsbedürftig war nur, dass ständig schnellere Hirsche und Rehe an uns vorbei zogen, jedoch auch das ist nix ungewöhnliches, denn meist trifft man diese dann irgendwo auf der Strecke wieder, nur nicht mehr so flott. 😉

Zu guter Letzt pirschten wir uns ans Ziel heran und erfreuten uns den gelaufenen Kilometern.
Mein/unser Frühlingslauf
Es war super schön, hat riesen Spaß gemacht und nur das zählt.

Schlussendlich joggten wir noch gemütlich nach Hause, die 2 km auslaufen sollen ja gut sein.

Für mich war es wichtig wie es meiner Hüfte und seit geraumer auch mit meiner AS (Achillessehne) geht. Ja, das Ding hat sich jetzt wieder gemeldet und zickt nun ein wenig herum. Wahrscheinlich, nein sicher sogar bedingt durch meine monatelange Vernachlässigung. Durch die doch recht abrupte Abstinenz vom Training/Gymnastik und Pflege der Schwachstellen, fühlt sie sich irgendwie vernachlässigt und lässt mich das nun wieder spüren. Fakt ist, die Hüfte hielt sich hervorragend und die AS, naja, das geht gerade noch. Ich wusste aber schon im Vorfeld, die nächsten 2-3 Tage werden womöglich schmerzlich, nur das hat mich nicht abgeschreckt.
Und heute, 2 Tage danach kann ich sagen, ich hatte nicht ganz recht. Super und ohne große Probleme gehts meiner Hüfte, auf Holz klopf, und die AS nun ja die zickt, aber so, dass ich damit heute wieder locker ein Läufchen mit Markus einstreuen kann. 🙂

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6 thoughts on “Ich kann’s nicht lassen

  1. So lange es Spaß macht, solltest Du es auch nicht lassen. Und nach September geht es sowieso wieder aufwärts.
    Und du weißt ja, wir müssen noch einen gemeinsamen Run zustande bringen !!!

    1. So sehe ich das auch Silvia. 🙂 Und das mit dem gemeinsamen Run, das steht ganz groß auf meiner todo-Liste. 🙂

  2. Das kann ich SEHR gut verstehen! Und wenn ich mir deine Zeiten trotz „Behinderung“ ansehe, Alle Achtung!

    Na ja, ich werde erst einmal langsam machen, auch wenn es schwer fällt, gerade wenn man die vielen Bilder von irgend welchen Läufen sieht. Ist irgendwie schon grausam.

    Freut mich aber, dass du den Lauf so gut überstanden hast. Ich glaube, da kommt doch noch der eine oder andere dieses Jahr hinzu 🙂

    Beste Grüße und weiterhin alles Gute, Robert

    1. Hallo Robert
      Ja lass dir Zeit, ein halbes Jahr ist gleich mal um und dann sollte es wieder klappen. Aber es stimmt schon, in der Presse zu lesen oder Kollegen zusehen wie sie ihre Schuhe schnüren und laufend die Welt erobern, das schmerzt schon in der Runner-Seele!

      Dir auch alles Gute. Und du weißt ja, wir müssen noch einen gemeinsamen Run zustande bringen !!!

        1. Da sehe ich das geringste Problem, ich bin anpassungsfähig und die Zeit wo ich den Sekunden hinterher gehetzt bin, die sind vorbei. 😉

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