Herbstoffensive

Zwei der drei Ziele sind im Kasten

So nun ist wieder einmal ein kleines Statement von mir fällig. Nachdem ich für den Herbst drei noch zu erreichende Ziele definiert hatte, ist es auch nur logisch, dass ich eine Zwischenbilanz ziehe und schaue wo ich stehe.
Vorweg, das mit dem Trainingsprogramm und Aufbau bzw. der Disziplin dies auch umzusetzen, das lässt nach wie vor einige Wünsche offen. Aber ich denke doch, dass es sich in die richtige Richtung entwickelt. Ein Aufwärtstrend ist zu erkennen, bilde ich mir halt ein. 😉

Aufwärtstrend?
Wie erkenne ich diesen? Ganz einfach, man nehme die absolvierten Kilometer und vergleicht diese mit der nahen Vergangenheit. Und siehe da, es sind doppelt soviel wie noch vor 2 Monaten. Von den Teilnahmen an Wettkämpfen ganz zu schweigen. OK, die Kilometerleistung ist immer noch weit von gut entfernt, aber immerhin. Aber die gelaufenen Wettkämpfe waren in Anbetracht dessen gar nicht mal so lausig. 🙂 Mit diesen kann ich zum momentanen Zeitpunkt sehr gut leben.

Hier die Kurzberichte dazu

Erstes Ziel – 16. Tiroler Firmenlauf
Als erstes war da der alljährliche Firmenlauf. Dieser schon traditionelle „Jeder wie er will und kann, gemeinsam sind wir stark“ -Lauf war so gut besetzt wie noch nie. Über 4500 Teilnehmer waren in Dreierteams am Start.

Mit drei meiner unmittelbaren Arbeitskollegen wollten ich das gemeinsam rocken. Nun rocken ist vielleicht zuviel gesagt, aber ein flotter Lauf in 4:45/km stand auf dem Wunschzettel und so langsam ist das nun auch wieder nicht ;-). Nach einem WC-Gang von Gerhard ging uns dieser leider verloren, so dass wir zwar im richtigen Startblock standen, aber von Gerhard weit und breit nichts zu sehen war. Zudem waren wir auch noch am Ende angesiedelt, also ein Weiterkommen wie sich gleich rausgestellt hatte, schwer möglich. Das sollte uns allerdings nicht davon abhalten, dass wir als Team eine Punktlandung bezüglich Gleichmäßigkeit ablieferten.
Teamzeit
Die geplanten 4:45/km konnte wir sogar noch etwas toppen.
Für mich war es ein guter Trainingslauf ohne große Verausgabung, so richtig zum genießen. 🙂

Fazit Firmenlauf
Trotz Regen und schlechter Wahl des Startblocks war es, wie nicht anders zu erwarten, wieder eine super Veranstaltung.

Zweites Ziel – 6. Innsbrucker Nightrun
Ein weiteres Ziel bis zum Jahreswechsel war dann der Nightrun in meiner Heimat Innsbruck. Wenn man schon die Gelegenheit bekommt direkt vor der Haustüre an einem Lauf teilnehmen zu können, dann sollte dies auch genützt werden. Genau diesem Motto folgte ich und baute den HM als Trainingslauf in mein Programm (welches Programm meine ich da???) mit ein. So gesehen war das kein Wettkampf auf Anschlag gelaufen, sondern vielmehr ein Tempolauf mit Gleichgesinnten. Das macht klarerweise viel mehr Spaß als alleine herum zu rennen.

Zeitziel hatte ich keines im Kopf, wichtiger war mir endlich wieder einmal die >20 km am Tacho aufscheinen zu sehen. Da konnte ich im heurigen Jahr als Höchstwert gerade mal eine mickrige 18 + ein paar Meter aufweisen.

Um 19°° war Start, somit stand um 18°° der Weg zum Zentrum des Geschehens am Programm. Kurz noch alles kontrolliert, Startnummer fixiert, Reserveschuhe, Leibchen, Hose etc. waren in den Laufrucksack verstaut, also alles auf grün. Kaum angekommen war ich eigentlich etwas überrascht, dass sich das Ganze recht überschaubar präsentiert hatte. Läufer/Innen, Zuschauer und was halt so dazu gehört. Nun gut es war ja erst 18:15, noch genug Zeit zum aufrüsten. Ich habe mich dann entsprechend meinen immer wiederkehrenden Ritualen bei Wettkämpfen vorbereitet, mich Warm gelaufen, Laufkollegen abgeklatscht und mir währenddessen zu visualisieren versucht, wie es womöglich werden wird. Nachdem ich alles abgeschlossen hatte, suchte ich mir in den für die Halbmarathonis vorgesehenen Startblock einen guten Platz. Nicht zu weit vorne, will ja kein Hindernis sein, aber auch nicht ganz hinten. Das Firmenlauferlebnis wollte ich mir diesmal ersparen. Und was ich anfangs etwas negativ gesehen hatte, ein fehlendes Interesse bei Läufern und Zuseher, das wurde revidiert. Eine nicht überschaubare Menge an Läufer/innen hat sich eingefunden. Vielleicht war der Umstand einer Tiroler Meisterschaft da doch etwas hilfreich, aber egal, es war eine tolle Stimmung.

Und dann ging es los. 🙂

Die anfängliche doch etwas aufkeimende Nervosität verging sehr schnell, es stellte sich gleich wieder ein vertrautes Gefühl ein. Einzutauchen in diese Atmosphäre und im Rhythmus der Schritte ganz in sich zu gehen war dann eins. Das richtige Tempo zu finden, dafür sollte die erste von fünf Runden (5 Runden zu 4,22 km) als Maßstab herhalten. Durch die vielen Baustellen war die Streckenführung nicht unbedingt schnell, aber das war eh nicht relevant.
Die erste Runde zeigte gleich dass der Grundspeed gefühlt ok ist, die Frage ob ich es durchstehe war dadurch natürlich nicht beantwortet.2017-10-04_134528
Somit blieb ich drauf und schaute mal dem ganzen Treiben zu. Dauerte nicht lange und da tauchten links und rechts von mir zwei junge Mädels auf. Beide waren sehr unrhythmisch unterwegs. Wollte schon etwas sagen, da wurde ich von links im Südtiroler Dialekt gefragt, ob wir nicht zur Motivation gemeinsam laufen sollten. Kommt darauf an was du vorhast war meine Antwort. PB von 1:50 –> Wunsch 1:45! Ok habe ich gesagt, kann ich mir vorstellen, das könnte klappen. Und von nun an war ich nicht mehr alleine, sondern hatte sofort eine Aufgabe, der ich mich gewachsen fühlte. Leider konnte meine rechte Hälfte das Tempo auf die Dauer nicht halten und musste abreißen lassen. Nach kurzen Infos bezüglich meiner Vorstellung von Rhythmus war die Front geklärt. Das nervöse Uhrengeschaue von ihr, ob die Pace bzw. die Zeit noch im Rahmen ist, konnte eingestellt werden, denn meine händisch gestoppten Durchgänge waren gegenüber den GPS eindeutig im Vorteil.

Im Gleichschritt, marsch ! :-)
Im Gleichschritt, marsch ! 🙂

Von nun an gab es nur mehr kurze Infos bzgl Rundenzeit, überholen und wenn notwendig zur Motivation.

Konstanz ist alles
Rundenzeiten 2-4

Gegen Ende dritter, Anfang vierter Runde hatte ich dann ein bei mir sehr seltenes Problem, Seitenstechen stellt sich ein. Machte mir zu schaffen, dachte sogar ans Aufhören und Aussteigen. Ich denke, wenn ich da noch alleine unterwegs gewesen wäre, dann würde ich womöglich mit einer DNF dastehen. So aber kniff ich mir die A….backen zusammen und versuchte mich über diese Phase rüber zu retten. Ganz habe ich dies nicht in den Griff bekommen. Auf den letzten Kilometer merkte ich schon, ich werde nur mehr das Tempo durchlaufen, der geplante finale Endspurt wird bei mir ausbleiben. Ganz anders meine toll laufende Begleiterin, die einige Krisen sehr gut gemeistert hatte und am Schluss richtig heiß auf mehr war. Mir blieb nur mehr sie loszuschicken und bis gleich zu sagen.
Die restlichen 700-800m lief ich dann etwas verkrampft aber doch zufrieden Richtung Ziel. Dort wartete eine strahlende junge Läuferin mit neuer PB von 1:41:50. Freu

Für mich hieß das, ich war schneller als erhofft und zudem belegte ich noch den
2. Platz in der AK 60. Was will man da mehr.

Fazit Nightrun
Dieses Jahr war es echt eine gelungene Veranstaltung, die sich schön langsam etabliert.

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8 Kommentare zu „Herbstoffensive

  1. Ich hoffe du konntest deine junge Begleiterin gleich davon überzeugen sich von ihren Nike’s zu verabschieden.😄😄😄
    Schöner Lauf und eine noch schönere Begebenheit.
    Glückwunsch.
    Ich hoffe ich gebe im Mai ein ähnlich gutes Bild ab.
    LG André

    1. Klar doch, sie hat die Schuhe gleich im Anschluss in der Tonne versenkt! 😉
      Über das Bild das du im Mai abgibst, da mache ich mir am allerwenigsten Sorge, das passt mit Sicherheit. 🙂

      LG auch an Annette und Rosa
      Christian

  2. Gratuliere! Waren doch erfreuliche und erfolgreiche Veranstaltungen und Wettbewerbe. Hoffe für dich, dass es weiter aufwärts geht und du auch deine Ziele für 2018 erfüllen kannst.

    1. Danke Robert. Ja das waren zwei schöne Läufe. Aufwärts heißt bei mir jetzt nicht mehr schnelle Zeiten, sondern vielmehr schmerzfrei bzw. beschwerdefrei. Und da fehlt es schon noch ein klein wenig, aber das dauert eben noch etwas. Bin zuversichtlich. 🙂

      1. Schnell ist relativ. Aus meiner Sicht bist du sehr schnell. Aber wenn man aus einer anderen Kategorie kommt, hat man eben ein anderes Gefühl. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich da jemals hinkomme. 😉

    1. Ja Silvia, danke.
      Ich wünsche mir nur, dass unser Vorhaben für 2018 mit dir und Andrè, sowie das Mauerläufchen in der Staffel mit Jörg klappt und ich nicht wieder irgendwo, irgendwann auf der Strecke liegen bleibe. Die letzten 3 Jahre waren teils mehr als nur mühselig und frustrierend.

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